Namibia Tag 17

Wir stehen etwas später als sonst an diesem Morgen auf. Um halb 7 sitzen wir am Frühstück. Hier gibt es ein sehr großes Frühstücksbuffet und auf Wunsch werden auch Rühr- oder Spiegeleier sowie Omlets zubereitet. Wir verlassen die Lodge um kurz nach 7. Die anderthalb Kilometer bis zum Park sind schon angenehmer als die 25 Minuten von der Modjila Lodge.
Da wir am vergangenen Nachmittag wieder Glück am Olifantsbad-Wasserloch hatten, versuchen wir heute morgen wieder unser Glück. Nach dem gestrigen Erlebnis mit den Löwen sind wir sehr verwöhnt und so wollen wir nicht mehr viel Zeit mit Löwen verbringen. Kurz hinter Okaukuejo sehen wir 2 Hyänen direkt neben der Straße.
Als wir am Wasserloch Gemsboklave vorbei kommen, sehen wir einige Autos dort stehen. Wir sehen aus der Ferne, dass dort einige Löwen am Wasserloch liegen. Eine Löwin entfernt sich gerade und trottet in Richtung unserer Straße. Wir beschließen an der richtigen Stelle auf sie zu warten. Als sie noch ca. 10m von unserem Auto entfernt ist, geht sie auf einmal in Lauerstellung. Vielleicht passiert ja doch noch was spannendes mit Löwen. Wir warten und beobachten sie. Leider können wir keine Beute in der Nähe entdecken. Aber unter einem Busch ca. 50 m entfernt sitzt eine weiter Löwin. Vielleicht ist dies eine Rivalin. Die Situation scheint sich zu entspannen. Kurz bevor wir weiter fahren wollen, werfe ich noch mal einen Blick zurück zum Wasserloch und entdecke, dass sich dort auch kleine Löwen aufhalten. Wir wenden unseren Wagen und fahren zurück zum Wasserloch. Es sind noch 2 ausgewachsene Weibchen und ca. 10 Junge am Wasserloch. Kurz nachdem wir am Wasserloch ankommen, zieht das Rudel weiter in Richtung der anderen Löwin. Wir fahren also wieder zurück auf die Straße und stellen uns in der Nähe des Gebüschs auf. Dies ist inzwischen gar nicht mehr so leicht, denn inzwischen haben sich ca. 20 Fahrzeuge eingefunden und alle versuchen einen möglichst guten Platz sich zu sichern. Die Löwen besetzen das Gebüsch, aber die kleinen spielen auch davor und sind so keine 5 m von unserem Fahrzeug weg. Neben uns steht ein Land Rover Defender, der anscheinend mit 3 Fotografen besetzt ist. Die eine hat ein 70-200 1:2,8, der andere ein 300 oder 400 mm Tele. Auf einmal zückt der Fahrer noch ein 600er oder 800er. Jedenfalls ist die Öffnung gewaltig und wir müssen lachen, weil es so komisch aussieht. Nach 20 Minuten ziehen die Löwen sich zum Wasserloch zurück und durchqueren die parkenden Autos. Der Stau löst sich auf und wir setzen unsere Fahrt zum Olifantsbad fort.

image

Leider haben wir dieses mal kein großes Glück. Lediglich ein Löwe hält sich im Schatten des Solarpanels für die Pumpe des Wasserlochs auf. Wir fahren daraufhin direkt zum Aus-Wasserloch. Dort treffen wir auf ein paar Kudus, Zebras und Impalas. Auch ein Warzenschwein hält sich in der Nähe auf. Wir kehren um, um zur Mittagszeit zurück in der Lodge zu sein. Als wir das Gebüsch erkennen, in dem vorher die jungen Löwen sich aufgehalten haben, sehen wir wieder 3 Fahrzeuge stehen. Im Schatten des Gebüschs liegen 2 männliche Löwen. Wir fahren ohne anzuhalten daran vorbei. Gegen 12 erreichen wir wieder die Lodge.
Nachdem wir eine Kleinigkeit gegessen haben, gehen wir wieder an den Pool. Heute ist es nicht ganz so warm wie gestern und auch der Himmel ist bedeckt. Nur ab und zu scheint die Sonne zwischen den Wolken durch.
Gegen halb 4 beginnt unsere letzte Safari. Wir verlassen das Camp und machen uns wieder Richtung Olifantsbad auf. Auf dem Weg dorthin fahren wir wieder am Gemsboklave Wasserloch vorbei. Dieses Mal halten sich aber nur ein paar Zebras, Impalas und Strauße dort auf. Der Fahrer eines Kleinbusses der am Wasserloch steht, sagt uns, dass etwas 300m von dort 2 Löwen liegen. Diese sind ganz in der Nähe des Gebüschs von heute Morgen. Wir fahren kurz vorbei und sehen 2 männliche Tiere im Schatten eines Baumes liegen, halten uns aber nicht lange auf. Wir setzten unsere Fahrt zum Olifantsbad Wasserloch fort. Dort sichten wir wieder 2 Löwen unter dem Solarpanel. Dieses ist aber ca. 50m von unserem Standpunkt weg. Für ein Foto mit dem 300mm zwar kein Problem, aber im Vergleich zu den anderen Bildern, die ich schon von Löwen geschossen habe, ist dies zu weit weg. Nach 5 Minuten taucht noch ein weiteres Löwenpärchen am Wasserloch auf und lässt sich in einem Respektabstand von den anderen beiden nieder. Wir beobachten die Szene noch etwas, da es aber so Aussieht als ob nichts mehr passiert, brechen wir zum Rückweg auf. In den 5 Tagen Safari haben wir somit an die 50 Löwen, ca. 100 Elefanten, 7 Nashörner, 5 Hyänen, 10 Schakale, gefühlte 2000 Impalas, 500 Giraffen, Zebras und Kudus gesehen. Somit können wir mehr als zufrieden sein. Leider haben sich die Leoparden und Geparden versteckt gehalten. Der Etosha Nationalpark zeigte uns somit, dass man sehr gut auch große Tiere sehen kann. Auch ist er im Vergleich zum Krüger Nationalpark in Südafrika offener und somit lassen sich Tiere einfacher finden. Leider sieht es dann nicht so schön auf den Bildern aus, wenn der Hintergrund grau und braun ist, aber da es vor einigen Tagen geregnet hatte, hatten wir das Glück einen frischen grünen Park zu erleben.
Am Abend gibt es wieder frisch gegrilltes Fleisch. Heute vom Oryx, Zebra, Lamm, Schwein, Hühnchen und Eland-Antilope. Wenn man mal den Preis für die Unterkunft außer acht lässt, war dies die beste Unterkunft in der wir untergekommen sind. Alles war sehr gepflegt und die Zelte mit dem Bad hatten auch einen einzigartigen Flair. Das Abendessen war herrlich. Für ca. 55€/Nacht p.P. war die Unterkunft auch bei den günstigeren dabei. Eine genaueren Vergleich und ein Fazit der Unterkünfte gibt es dann im letzten Beitrag des Urlaubs.

Weitere Bilder von diesem Tag.

Dieser Beitrag wurde unter Namibia 2013 abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort