West-Kanada 2019 – Tag 10 – Auf zum Green Lake

Da wir heute gut 230km vor uns haben und IMG_1723zuerst die Schotterstraße, haben wir am Abend vorher beschlossen, dass ich diese noch vor dem Frühstück hinter uns bringe, wenn noch alle im Bett liegen. Um kurz vor 7 setzen wir uns also in Bewegung. Da ich nun weiß, wie der Zustand der Straße ist, kann ich mit 30-40km/h fahren. So brauchen wir bis zur asphaltierten Straße ca. 15 min.

IMG_1726Nach dem Frühstück geht es dann weiter Richtung Lillooet. Die Landschaft ändert sich und man wird eher an die Winnetou Filme erinnert. Es ist nun wie in der Prärie. Kurz vor Lillooet tanken wir wieder voll und kommen auf einen Verbrauch von 29,4l/100km. Nach dem Tanken biegen wir Richtung Gold Rush Route ab. Wir halten an einem See, um Mittag zu essen. Leider gibt es viele Wespen und wir fahren schnell weiter. Es geht bis zum 70 Mile House. Dies ist ein sehr kleiner Ort und war früher ein Handelsposten. Dort biegen wir Richtung Green Lake ab. Bisher war die Strecke wieder in perfektem Zustand, garnicht wie wir es vom Osten kannten. Meistens konnte man zwischen 70 und 100km/h (das erlaubte) fahren. Der Weg zum Green Lake führt durch einen Birkenwald und an unzähligen kleinen Seen, Teichen und Tümpeln vorbei. Da will man sich garnicht vorstellen, wieviele Moskitos es im Frühjahr hier hat.

Wir erreichen die Emerald Bay gegen halb 3. IMG_1758Unser Platz ist direkt am See an der ruhigen Bucht gelegen. Es ist spürbar kälter, der See liegt aber auch auf knapp über 1000m ü.N. Nach unserer Kaffeeepause gehen wir zum Strand. Das Wasser wird immer kälter. Dennoch gehen Jan, Vera und sogar Malou ins Wasser. Es ist schön sonnig und es hat 18°C.

IMG_1801Vera geht noch mit Malou zum Spielplatz und ich bereite das Abendessen vor. Es gibt heute Silrion Steaks aus der Grillpfanne, dazu Süßkartoffeln, Zucchini und Pilze. Es ist windstill und der See ist ruhig wie ein Dorfteich, so dass sich die gesamte Umgebung in ihm spiegelt. Nachdem wir die Kinder ins Bett gebracht haben und draußen am Lagerfeuer sitzen, sehen wir, dass ein Heer aus großen Libellen über uns kreist und uns vor Insekten beschützt. Es fällt bisher auch positiv auf, dass es so gut wie keine Moskitos gibt. Es wird jetzt auch früher dunkel, da wir weiter im Osten und Norden sind. Außerdem merkt man die Höhe, denn es kühlt sehr schnell ab. Als wir am Lagerfeuer sitzen, hören wir in der Ferne Wölfe heulen. Die Nacht ist wieder sternenklar und ich kann wieder ein paar schöne Aufnahmen machen. Als wir gegen 22 Uhr ins Bett gehen, hat es nur noch 11°C.

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