Namibia Tag 12

Heute geht es endlich dort hin, worauf ich mich schon die ganze Zeit freue: Zum Etosha National Park. Zuvor müssen wir aber noch etwas Weg zurück legen. Wir stehen etwas später als gewohnt auf und gehen nach dem Frühstück noch kurz schwimmen. Um halb 10 brechen wir an der Damara Mopane Lodge Richtung Osten auf. Es geht auf der C39 bis Outjo und anschließend Richtung Etosha National Park. Outjo ist etwas größer als

Route von Khorixas über Outjo zum Etosha Nationalpark

Route von Khorixas über Outjo zum Etosha Nationalpark

gewohnt und so finden wir einen kleinen Supermarkt. Dort kaufen wir noch etwas Wasser und Obst für die kommenden Tage ein. Von Outjo aus geht es auf einer asphaltierten Straße Richtung Norden. Ca. 30 km vor dem Parkeingang geht es für uns rechts auf die C2779, die uns zu unserer Lodge führt. Der steile Anstieg ist nicht einfach zu überwinden und so müssen wir sogar das Allrad am Berg zuschalten. Oben angekommen, erwartet uns eine herrliche Aussicht.
Die Lodge wirkt wie ausgestorben, doch dann finden wir jemanden. Uns wird mitgeteilt, dass wir im Moment die einzigen Gäste sind. Dies verwundert uns etwas. Uns wird unser Zimmer… ähm… Zelt gezeigt. Die Lodge besteht aus 8 großen Zelten. Die Zelte sind so aufgebaut, dass man ohne Probleme aufrecht stehen kann, 2 Betten hinein passen und sogar ein Bad vorhanden ist.
Inzwischen ist es kurz nach 12 und es hat um die 35°C. Wir beschließen, uns zuerst etwas am Pool auszuruhen, um anschließend zum Nationalpark zu fahren. Um halb 2 machen wir uns fertig und brechen auf. Von der Lodge erreicht man das Anderson-Gate in ca. 25 Minuten. Die Regelung für die Eintrittsgebühren sind etwas verwirrend. So muss man jeden Tag eine Tagesgenehmigung holen und bezahlen, es sei denn man übernachtet in einem Camp im Park. Der Eintritt zum Park kostet im Moment 80 NAD (6€) p.P. und Tag.
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Wenige hundert Meter nachdem wir in den Park eingefahren sind, galoppiert schon eine Giraffenherde über die Straße. Wir steuern zuerst das Okaukuejo Camp an, um die Parkgebühr zu bezahlen. Anschließend steuern wir einen Loop nördlich des Camps an, an dem mehrere Wasserlöcher liegen. Wir passieren das Flugfeld. Immer wieder begegnen wir Impalas und Oryxen. Diese halten sich aber im Moment im Schatten auf, da es inzwischen über 35°C hat.
Am ersten Wasserloch müssen wir feststellen, dass dieses ausgetrocknet ist. Enttäuscht fahren wir weiter zum Nächsten. Kurz bevor wir das nächste Wasserloch erreichen, winkt uns ein deutsches Paar, damit wir anhalten. Sie sagen uns, dass nicht weit von hier ein Löwe unter einem Baum schläft. Da in dieser Gegend nicht viele Bäume stehen, untersuchen wir alle genauer. Tatsächlich finden wir den Löwen. Der Baum liegt aber ein gutes Stück abseits der Straße und ohne den Tipp hätten wir den nie gesehen. Am nächsten Wasserloch finden wir Wasser und einige hundert Tiere. So haben sich Zebras, Gnus, Impalas und Oryxe hier eingefunden. Unsere Route führt uns weiter über das Adamax und Leeubron Wasserloch, welche auch ausgetrocknet sind. Wir finden keine nennenswerte Tiere mehr. Anschließend fahren wir parallel zur asphaltierten Zufahrtstraße bis zum Gate. Wir verlassen den Park gegen 18 Uhr.
Um 19 Uhr gibt es Essen. Inzwischen hat sich noch ein weiteres junges Paar aus Südafrika in der Lodge eingefunden. Es gibt für uns 4 extra ein kleines Buffet. Das Essen ist sehr gut.

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Namibia Tag 11

Wie gewohnt brechen wir früh auf. Da wir aber am Abend wieder in die Damara Mopane Lodge zurückkehren, müssen wir nicht alles packen. Heute besuchen wir, nach Sossusvlei, das 2. Unesco Weltkulturerbe in Namibia – Twyfelfontein. Den meisten ist dies wohl kein Begriff. In Twyfelfontein findet man 2000-6000 Jahre alte Felsgravuren. Bis dorthin sind es aber von unserer Lodge ca. 2h. Wir kommen dort gegen 10 Uhr an. Für 50 NAD bekommen wir eine Führerin zugeteilt, die uns beide durch die Felsen führt. Teilweise

Gravuren in Twyfelfontein

Gravuren in Twyfelfontein

sind die Felsgravuren nur sehr schwer zu sehen. Je tiefer wir aber in die Felsen hinein wandern, umso deutlicher werden sie. Die Führerin erklärt uns, was die Zeichnungen abbilden und für was die Damara diese benutzt haben. So wurden damit die Jagdgebiete und Wasserlöcher aufgezeichnet, aber auch die Tiere, die es in der Region gab. Auf einigen Felsen findet man aber auch Robben und Pinguine, diese haben die Damara bei ihren Wanderungen an die Küste gesehen. Nach ca. 45 Minuten sind wir zurück am Startpunkt. Auf dem Weg zurück zum Auto begegnen wir noch einem frechen Erdhörnchen, das sich ohne Scheu fotografieren lässt und neugierig in die Linse schaut.
Unsere Tour führt uns weiter zu den berühmten Orgelpfeifen. Dies ist eine Felsformation, die an eine gigantische Orgel erinnert. Ich habe sie mir zwar etwas größer vorgestellt, aber trotzdem ist es interessant, diese zu sehen und die ca. 2 km Umweg lohnen sich.
Anschließend fahren wir weiter Richtung Burnt Mountain. Dies soll ein Berg sein, der aussieht als sei er verbrannt. Außerdem soll der Weg nur mit einem Allradfahrzeug möglich sein. Hier schafft man es auch ohne Allradfahrzeug. Aber so spektakulär ist dieser Berg dann auch nicht. Er besteht lediglich aus einem anderen, dunkleren Gestein und sieht deshalb verbrannt aus.
Bevor wir wieder zurück auf die C39 gelangen halten wir am Damara Living Museum. In dem Museum zeigen junge Damara das Leben im Damaradorf. So wird gezeigt, wie diese früher Feuer machten, Werkzeuge und Schmuck herstellten, Felle gerbten und welche Pflanzen sie für die Heilung von Krankheiten verwendeten. Die Führung endet nach ca. einer Stunde.

Orgelpfeifen in der Nähe von Twyfelfontein

Orgelpfeifen in der Nähe von Twyfelfontein

Wir fahren nun wieder Richtung Lodge zurück, halten aber noch am versteinerten Wald. Für 40 NAD p.P. erhalten wir erneut einen Führer. Dieser führt uns auf einem kleinen Rundweg durch die Gegend. Auf dem Weg zeigt er uns eine unscheinbare Pflanze, die schon über 1000 Jahre alt ist. Nach kurzer Zeit treffen wir auf umgestürzte versteinerte Bäume. Diese sehen aus wie normale Bäume, jedoch sind sie schon seit 200-400 Millionen Jahren tot und versteinert. Dies merkt man, wenn man ein vermeintliches Stück Holz aufhebt, denn es ist viel schwerer als normales Holz. Nach ca. 15 Minuten ist die Führung schon vorbei. Es ist zwar interessant, die versteinerten Stämme zu sehen, aber im Vergleich zu Twyfelfontein und dem Damara Living Museum ist diese Vorstellung sehr mager und wir können deshalb keine Empfehlung hierfür ausgeben.
Gegen 3 Uhr sind wir wieder zurück an der Lodge. Inzwischen sind die Temperaturen schon wieder über 30°C und wir setzen uns an den Pool. Abends gibt es wieder Buffet. Dieses mal ist das Essen aber besser. Wenn man das Essen aber mit den anderen Abendessen vergleicht ist es auf den hinteren Plätzen zu finden. Interessant ist auch immer, wenn man ein kühles Getränk bestellt. Zuerst denkt man immer, dass das Getränk warm ist, denn es bildet sich kein Tau am Glas. Dies liegt aber daran, dass die Luft so trocken ist und deshalb der Taupunkt bei unter 0°C liegt.

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Namibia Tag 10

Beim Aufstehen müssen wir feststellen, dass draußen wieder Nebel herrscht. Leider können wir die Aussicht unseres Frühstückrestaurants wieder nicht genießen. Von daher fällt es uns auch nicht so schwer, dass wir die Küste heute wieder verlassen.

Route von Swakopmund in die Damara Mopane Lodge

Route von Swakopmund in die Damara Mopane Lodge

Etwas später als sonst brechen wir auf. Wir verlassen Swakopmund auf der C34 Richtung Norden. Es geht an der Skeleton Coast entlang. Diese Küste trägt ihren Namen nicht umsonst. Sie ist sehr rau und es befinden sich viele Klippen und Untiefen davor. Der zusätzliche starke landeinwärts wehende Wind sorgte in der Vergangenheit dafür, dass unzählige Schiffe nahe der Küste auf Grund gelaufen sind. So erspähen wir nach ca. 30 km einen Fischkutter, der vor einigen Jahren kurz vor dem Strand auf Grund gelaufen ist und seitdem dort verrostet.
Auf der C34 fahren wir bis kurz nach Hentis Bay. Dort geht es auf die C35 ab und somit mal wieder auf Schotter weiter. Kurz nach dem Abbiegen sehen wir eine beeindruckende Szene. So führt die Straße geradeaus Richtung Horizont, bis die Hitzespiegelung sie verschlingt. Parallel zur Straße führen Stromleitungen, die auch in der Unendlichkeit verschwinden. Auf der C35 geht es dann an Ulis vorbei Richtung Khorixas. Dort wechseln wir auf die C39 Richtung Osten, bis wir nach ca. 30 km unsere Lodge erreichen. Wir erreichen diese nach ca. 4,5h und 350 km.
Die Damara Mopane Lodge ist wie eine kleine Oase. Zwar gibt es hier außen herum genügend Bäume, jedoch sind diese sehr trocken und kahl. Die Lodge verfügt auch über einen großen Pool. Ab halb 3 waren wir auch dort anzutreffen.

Straße Richtung Khorixas

Straße Richtung Khorixas

Während wir dort im Schatten die warmen Temperaturen genießen, trifft, mal wieder, eine deutsche Bus-Reisegruppe ein. Es sind eindeutig deutsche Touristen, was man einfach an den Sandalen oder Birkenstock mit Socken, dem Foto oder Fernglas um den Hals und einem absolut unpassenden Hut erkennt. Uns fällt auch wieder auf, dass wir für den typischen Namibiatouristen sehr jung sind. So schätzen wir das Alter der meisten anderen Touristen auf ca. 60 Jahre. Bisher haben wir nur vereinzelt Reisende getroffen, die unter 30 waren oder zumindest so aussahen.
Zum Sonnenuntergang geht es zum Sundowner auf eine kleine Plattform etwas oberhalb der Lodge, von wo aus man schön über das flache Land schauen kann. Anschließend geht es zum Abendessen. Hier gibt es Buffet. Als kleiner Tipp für andere Reiselustige, die eine Reise nach Namibia planen: Wenn es möglich ist bei einem Hotel, das nicht in einer Stadt liegt,  Halbpension zu buchen und diese Option nicht mehr als 15€ extra kostet, lohnt es sich. Leider bieten die Hotels und Lodges kein a la Carte Essen an sondern entweder ein Menü oder ein Buffet. Meistens kostet dieses Menü zwischen 15 und 20€ pro Person. Für deutsche Verhältnisse ist dies für ein 3-4 Gänge Menü von sehr guter Qualität zwar nicht viel, wenn man es aber mit den üblichen Restaurantpreisen hier vergleicht, bei denen man meistens eine Spitzenqualität und ein super Ambiente geboten bekommt, ist dies doch relativ teuer. Ich möchte hiermit nur noch einmal auf den Artikel vom Vortag hinweisen, bei dem ich beschrieben habe, dass wir in einem super Restaurant essen waren und zu zweit keine 20€ mit Getränken gezahlt haben.

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Namibia Tag 9

Wie schon im letzten Bericht angekündigt, machen wir heute eine Bootstour. Zuerst stehen wir aber wieder früh auf und sitzen um 7 beim Frühstück. Unser Hotelrestaurant, in dem das Frühstück serviert wird, hat einen herrlichen Blick aufs Meer. Leider ist es heute Morgen wieder neblig und man sieht nur ein paar Meter aufs Meer hinaus.
Um 8 Uhr sollen wir uns bei Desert Explorers, am Rande von Swakopmund, einfinden. Bevor wir aufbrechen können, ist die erste Herausforderung, unser Fahrzeug auszuparken.  Zwar sind für jedes Apartment Parkplätze vorgesehen, leider steht an der schmalsten Stelle aber noch ein weiterer Toyota Hilux von Value Car Rental. Wenden ist auf einem so schmalen Parkplatz leider auch nicht möglich und so muss ich unser Schiff rückwärts durch das Geschlängel bugsieren. An der schmalsten Stelle passen wir nur um wenige Zentimeter durch, trotzdem kommen wir aus der Parklücke raus.

Pelikan im Hafen von Walvis Bay

Pelikan im Hafen von Walvis Bay

Gegen halb 9 kommt der Shuttlebus, holt uns am Sammelpunkt ab und bringt uns in den Hafen von Walvis Bay. Dort geht es auf einen Katamaran. Mit uns sind ca. 35 andere Passagiere an Bord. Die Tourführerin heißt Linnea und spricht perfekt Deutsch und Englisch. Sie erklärt immer alles in beiden Sprachen, da viele deutsche Gäste an Bord sind.
Zuerst geht es durch den Hafen Richtung Sandbank. Walvis Bay ist neben Durban der einzige Tiefseehafen im südlichen Afrika und somit kommen auch große Tanker und Containerschiffe hier vorbei, um entladen oder repariert zu werden. Kurz nachdem wir los gefahren sind, begleiten uns schon die ersten Pelikane. Auch die ersten Robben sehen wir. Kurz bevor der Skipper beidreht, um dann parallel zur Sandbank zu fahren, tauchen die ersten Tümmler (die größte Delphinart) auf. Auf dem Weg entlang der Sandbank besteigen die ersten Robben das Boot. Es wird uns erklärt, an welchen Eigenschaften man sie erkennt. Es handelt sich hierbei um Seebären. Diese erkennt man an den kleinen Ohren und den Reißzähnen. Die Tiere sind so zutraulich, dass sie sich sogar streicheln lassen.
Wir kommen an einer Austernfarm vorbei. Hier werden bis zu 40 Millionen Austern gezüchtet. Ursprünglich kamen an der namibischen Küste keine Austern vor, deshalb wurden diese aus Chile importiert. Die Gewässer um Walvis Bay eignen sich hervorragend für de Austenzucht, denn das Wasser ist dort lange kalt und sauber. Deshalb wachsen die Austern innerhalb von 8-9 Monaten zu einer Größe heran, für die sie in Südafrika 1 Jahr und in Frankreich sogar 3 Jahre benötigen. 70% der Austern werden exportiert, bevorzugt nach China und Australien.

Robbe an Bord des Ausflugsbootes

Robbe an Bord des Ausflugsbootes

Unser Boot passiert den Leuchtturm von Walvis Bay. Bei diesem Leuchturm fallen 2 Dinge auf:
1. Dieser Leuchtturm ist nicht rot-weiß gestreift sondern schwarz-weiß. Dies ist wegen dem Kontrast, damit er sich besser von den roten Dünen hinter und neben der Stadt abhebt.
2. Der Leuchtturm steht nicht an einer Landspitze. Er ist auf eine Sandbank gebaut. Diese Sandbank wächst aber pro Jahr um ca. 20 m weiter ins Meer hinein. Als der Leuchtturm gebaut wurde stand er an der Spitze der Sandbank.
Kurz nach der Sandbank treffen wir auf die Robbenkolonie. Dort sitzen hunderte von Pelzrobben. Linnea meint, dass hier in Walvis Bay ca. 50.000 Tiere sind. Man sieht auch viele Jungtiere innerhalb der Kolonie. Auch liegen einige tote Robbenbabys am Strand. Diese wurden von ihren Artgenossen oder Schakalen getötet.
Wir umrunden die Sandbank und gelangen aufs offene Meer. Dort treffen wir auf einige Delphine, (dieses mal sind es keine Tümmler) die auch gelegentlich aus dem Wasser springen. Auf der Rückfahrt begegnen wir noch 2 Pinguinen. Diese sind hier in der Bucht eher selten, nachdem die Robben die Pinguine von ihrer Brutstelle auf der Sandbank vertrieben haben. Auf dem Rückweg wird außerdem ein kleiner Lunch aufgetischt. So gibt es frische Austern und verschiedenes Finger-food. In den letzten 30 Minuten löst sich der Nebel innerhalb von wenigen Minuten komplett auf und die Sonne strahlt. Gegen 12 Uhr ist die Bootsfahrt vorbei und wir erreichen wieder sicher den Steg.
Anschließend geht es mit dem Shuttle nicht direkt zurück nach Swakopmund, sonder noch in eine Bucht, in der hunderte Flamingos sind. Uns wird berichtet, dass es dieses Jahr sehr viele Flamingos an der Küste gibt. Normalerweise verlassen die Flamingos das Meer, um zum Brüten in Süßwassergebiete, wie den Etosha National Park, das Okawangodelta oder sogar bis nach Kenia zu ziehen. Dieses Jahr ist aber das trockenste Jahr seit 46 Jahren und so bleiben viele Flamingos an der Küste. Nach zirka 5h sind wir wieder zurück in Swakopmund. Diese Tour war mit 500 NAD (ca. 40€) zwar nicht ganz billig, aber ist auf alle Fälle empfehlenswert. Auch bei schlechtem Wetter sieht man sehr viele Tiere, da diese bis ans bzw. ins Boot kommen.
Auf dem Weg zurück zum Hotel halten wir noch an einer Bank, um wieder Bargeld zu holen. Dort stellen wir fest, dass an der Windhoek Bank nur Geld mit einer Visa Karte erhältlich ist. Bei der FNB hingegen bekommt man auch Geld mit einer normal EC-Karte. Da ich das Limit meiner Kreditkarte nicht ausreizen will, ist es wichtig, dass wir Geld mit der EC-Karte bekommen.

Flamingo in Walvis Bay

Flamingo in Walvis Bay

Leider ist es, bis wir im Hotel angekommen sind, wieder neblig und so können wir den Mittag nicht auf den Liegestühlen direkt vor unserem Appartment genießen. Wir unternehmen aber trotzdem einen kleinen Strandspaziergang.
Abends gehen wir im The Tug essen. Wir haben gestern schon versucht, dort einen Platz zu bekommen, aber leider war schon alles reserviert und wir haben deshalb für heute reserviert. Das Restaurant steht direkt am Meer und ist etwas erhöht, weshalb man einen schönen Blick aufs Meer hinaus hat. Es sieht außerdem auch schick aus. Wir essen beide ein Fischgericht. Beide sind sehr gut und stehen in keinem Vergleich zu gestern, obwohl dies auch nicht schlecht war. Zusammen zahlen wir dann, mit Getränken, keine 20€.

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Namibia Tag 8

Vor uns steht die längste Strecke. Heute fahren wir von der Hammerstein Lodge über Walvis Bay nach Swakopmund. Das sind insgesamt 400 km. 400 km hört sich zuerst nicht viel an, aber man muss bedenken, dass die 400 km fast ausschließlich auf Schotter zurück gelegt werden und man somit nur ca. 70 km/h fahren kann.

Route von Hammerstein nach Swakopmund

Route von Hammerstein nach Swakopmund

Beim Auschecken hat uns Oliver, der Chef der Hammerstein Lodge, noch erzählt, dass unsere holländischen Nachbarn heute vorhaben, zuerst nach Sossusvlei zu fahren und anschließend an den Fishriver Canyon. Allein von Sossusvlei an den Fishriver Canyon sind es ca. 600 km oder 9h. Dazu waren sie in einem Polo unterwegs. Oliver hat auch nur den Kopf geschüttelt. Man sollte die Distanzen bei der Planung nicht unterschätzen.
Wir brechen um 8 Uhr an der Lodge Richtung Norden auf. Auf den ersten 70 km begegnet uns kein einziges Auto, obwohl dies die Hauptverbindung zwischen Lüderitz und Swakopmund ist. Allerdings begegnen wir wieder verschiedensten Tieren. So sehen wir Oryxe, Strauße, Antilopen und Paviane, die neben oder auf der Straße stehen. Nach ca. 2h wechseln wir den Fahrer. Die Konzentration lässt mit der Zeit nach, wenn man die ganze Zeit auf die Straße schauen muss, um die beste Spur zu finden.
Wieder ändert sich die Landschaft auf unserer Reise. So ist es zuerst wie man sich die afrikanische Savanne vorstellt: Goldgelbes Gras und vereinzelt stehen Akazienbäume darauf. Irgendwann wird es bergiger und wir müssen eine Passstraße hinab fahren. Diese ist ziemlich steil und bei Schotter nicht zu unterschätzen. Anschließend sehen wir die unendlich wirkenden Weiten. Eine Straße die bis zum Horizont reicht und rechts und links davon nur Gras, ohne Bäume. Als wir uns Walvis Bay nähern, wird die Landschaft wieder trockener und ca. 50 km davor ist es wieder, wie auf dem Weg nach Lüderitz, eine Wüste. Die letzten 15 km bis nach Walvis Bay sind dann wieder asphaltiert. Wir fahren durch Walvis Bay durch und verlassen die Stadt weiter Richtung Norden, bis wir nach 30 km nach Swakopmund kommen. Endlich haben wir unser Ziel nach 6,5h Fahrt erreicht.
Swakopmund ist ein schönes Städtchen mit ca. 45.000 Einwohnern. Direkt am Meer befinden sich sehr schöne und moderne Häuser. Wir wohnen in der Beach Lodge. Dies ist ein kleines Hotel direkt am Meer. Unser Zimmer ist ein Apartment mit kleiner Küche, einem 2. Schlafzimmer und Bad mit zusätzlicher Badewanne. Von unserem Bett aus hat man einen direkten Blick aufs Meer.
Leider zieht Nebel auf und somit wird es draußen auf den Liegestühlen schnell empfindlich kalt. Bevor wir zum Abendessen gehen, buchen wir noch eine Bootstour für den morgigen Tag. Wir gehen anschließend bei Kücki’s Pub etwas Essen.

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Namibia Tag 7

Wie schon am Vortag angekündigt, geht es heute früh los. Der Wecker schellt um kurz nach 5 und um halb 6 sind wir beim Frühstück. Wir wollen heute nach Sossusvlei, in die berühmten Dünen. Um kurz vor 6 brechen wir, bei einsetzender Dämmerung, auf. Zuerst

Route: Hammerstein - Sossusvlei

Route: Hammerstein – Sossusvlei

fahren wir weiter auf der C14 Richtung Norden. Nach ca. 40 km biegen wir dann auf die D845 ab, um dann auf die C19 zu wechseln. Um Punkt 7 Uhr stehen wir am Gate zum Namib-Naukluft National Park. Vor uns hat sich schon eine kleine Schlange von 5-6 Autos gebildet. Nachdem wir eingefahren sind, holen wir eine Zufahrtsgenehmigung. Diese kostet 80 NAD pro Person und 10 NAD pro Fahrzeug. Die Genehmigung muss man bei der Ausfahrt wieder vorzeigen.
Bis nach Sossusvlei sind es vom Parkeingang 65 km. Heute ist das Wetter nicht ganz so gut. So haben sich einige Wolken vor die Sonne geschoben, dennoch schaut diese immer wieder durch. Eigentlich ist es aber das perfekte Wetter für eine Dünen-Tour.

Sanddüne in Sossusvlei

Sanddüne in Sossusvlei

Die asphaltierte Straße führt uns an grasenden Oryxen und Straußen vorbei. Kurz nach dem Eingang beginnen die ersten Dünen, die aber noch sehr niedrig sind. Nach ca. 45 km kommen wir an die Dune 45, eine 170 m hohe Sanddüne. Da es noch angenehm kühl ist, beschließen wir diese zu erklimmen. Der Aufstieg ist sehr beschwerlich, da der Sand sehr weich ist. Von oben hat man aber eine herrliche Aussicht über die Wüste und viele andere Dünen. Der Abstieg ist weitaus leichter als der Aufstieg.
Die Fahrt geht weiter Richtung Westen und tiefer in die Wüste hinein. Wir passieren atemberaubende Dünenkämme, die bei der tiefstehenden Sonne sehr schön beleuchtet sind. Deshalb hat sich das frühe Aufstehen schon gelohnt.
Nach 65 km erreichen wir das Ende der asphaltierten Straße. Dort kann man sein Fahrzeug abstellen und sich entweder von einem Shuttle-Service bis nach Sossusvlei fahren lassen oder die 5 km laufen. Die dritte Möglichkeit ist selbst zu fahren. Dazu zu sagen ist, dass man, wenn man beschließt, selbst zu fahren, ein Allradfahrzeug mit Vorgetriebe und Differentialsperre benötigt. Außerdem sollte man den Luftdruck der Reifen weiter senken.
Wir beschließen selbst zu fahren, allein schon wegen der Herausforderung. So reduzieren wir den Reifendrck auf 1,5 bar und schalten das extra Getriebe zu. Dadurch kann man nur noch maximal 50 km/h fahren, hat aber ein enormes Drehmoment. Die Differentialsperre wird nur benötigt, wenn man sich fest gefahren hat. So beginnen wir uns langsam Richtung Sossusvlei durchzuschlagen. Es gibt viele Fahrspuren im bis zu 30 cm tiefen feinen Sand und so muss man sich immer schnell für eine gute entscheiden. Wir kommen gut im 3. und 4. Gang vorwärts und erreichen Dead Vlei nach ca. 10 Minuten.
Dort angekommen, sieht man noch gar nichts. Vom Parkplatz aus muss man ca. 500 m durch den Sand laufen und kommt dann in eine Pfanne. Dort stehen viele alte abgestorbene Bäume, die schon seit Jahrhunderten tot sind. Sie liefern spektakuläre Aufnahmen. Die Senke ist von weiteren roten Dünen umgeben.
Beim Versuch eines Selbstportäts, bei dem ich meine 5D, bestückt mit dem Sigma 20 mm, auf einem toten Baumstupf abstelle, kommt es zum Unglück. Beim 2. Versuch fängt die Kamera durch die Wucht des Spiegelschlages an zu rutschen und fällt aus ca. 60 cm auf den harten Boden. Der Kamera ist glücklicherweise nichts passiert, jedoch hat das Objektiv einen leichten Schlag ab bekommen und so funktioniert nun der Autofokus nicht mehr. Dies ist zwar ärgerlich, aber wenn man bedenkt, dass das Objektiv schon an die 7 Jahre alt ist, keine Katastrophe. Wir halten uns noch eine Weile in der Senke auf und gehen dann zurück zum Parkplatz.

Toter Baum in Dead Vlei

Toter Baum in Dead Vlei

Auf dem Parkplatz spricht uns ein älteres deutsches Ehepaar an, ob wir sie die 2-3 km mit nach Sossusvlei nehmen können, da sie auf den Shuttle warten, dieser aber nicht kommt. Wir sind freundlich, räumen kurz auf der Rückbank auf und nehmen sie mit. Die Fahrt dort hin ist noch holpriger im tiefen Sand. Dort angekommen, erkunden wir noch etwas die Umgebung machen uns aber nach ca. 10 min auf den Rückweg.
Nun haben wir die Fahrer gewechselt. Ich versuche, Vera so gut es geht zu den richtigen Spuren zu leiten, leider nehmen wir einmal den falschen Weg und so bleiben wir an einer Steigung stecken. Ihre Versuche, uns wieder frei zu bekommen scheitern. Daraufhin wechseln wir wieder und mir gelingt es, mit Hilfe der Differentialsperre, uns wieder zu befreien. Ich fahre dann wieder bis nach Death Vlei. Dort übergebe ich wieder das Steuer an Vera, die sich dann weiter auf den Rückweg macht. Dieses mal klappt es besser. Wir kommen sicher wieder zur Asphaltstraße. Nach der Ausfahrt aus dem Park tanken wir wieder. Dieses mal haben wir ca. 10 l/100km benötigt. An der Tankstelle befüllen wir auch wieder unsere Reifen.
Für den Rückweg nehmen wir eine andere Route. Dieses mal fahren wir auf der C19 weiter Richtung Nordosten bis diese die C14 schneidet. Dieser Weg scheint etwas schneller zu gehen. Gegen halb 3 kommen wir am Hotel an und verbringen den restlichen Mittag am Pool.

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Namibia Tag 6

Wir verlassen Helmeringhausen gegen 8 Uhr und fahren auf der C14 Richtung Norden weiter. Heute sind wir auf dem Weg in die Hammerstein Lodge, die an der C14 liegt.

Route von Helmeringhausen über Maltahöhe nach Hammerstein

Route von Helmeringhausen über Maltahöhe nach Hammerstein

Eigentlich wollen wir eine etwas andere Route fahren, jedoch verpassen wir den Abzweig. So fahren wir über den Ort Maltahöhe und dann Richtung Solitaire. Auf der Schotterstraße kommt man ganz gut voran, dennoch gibt es immer wieder Abschnitte, auf denen man sich sehr konzentrieren muss. Nach ca. 120 km führen wir einen Fahrerwechsel durch. Kurz hinter Maltahöhe ändert sich die Landschaft. Nun sieht es so aus, als wäre man am Grand Canyon. Die Berge um uns herum sind alle gleichmäßig hoch und bilden ein Plateau. Die Straße führt sehr steil in den Canyon hinein. Gegen halb 1 erreichen wir die Hammerstein Lodge. Wir verbringen den Nachmittag am Pool. Abends gibt es noch Abendessen vom Buffet, das sehr gut ist. Danach geht es gegen 9 ins Bett, da wir am nächsten Morgen früh aufstehen

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Namibia Tag 5

Heute verlassen wir vorerst wieder die Küste. Nachdem wir wieder um 7 Uhr gefrühstückt haben, brechen wir auf, um am „Lüderitz Safaris and Tours“ eine Zugangsgenehmigung nach Kolmanskop, einer verlassenen Diamantenstadt zu bekommen.

Route von Lüderitz über Aus nach Helmeringhausen

Route von Lüderitz über Aus nach Helmeringhausen

Die Genehmigung kostet 65 NAD (5€) pro Person. Diese Genehmigung kann man aber auch beim Tor zum Sperrgebiet bekommen. Bevor wir jedoch Richtung Kolmanskop aufbrechen, fahren wir noch zu dem 8 km nördlich von Lüderitz gelegenen Agata Beach. Dieser ist wohl der weltweit breiteste Strand, denn die Dünen der Namibia Wüste reichen dort bis zum Strand. Heute Morgen ist es im Vergleich zum Vortag beinahe windstill. Dies erleichtert die Touren sehr. Von Agata Beach geht es dann zurück nach Lüderitz und dann Richtung Aus. Nach ca. 10 min erreichen wir die Zufahrt nach Kolmanskop.

Verfallene Häuser in Kolmannskop

Verfallene Häuser in Kolmannskop

Die Diamantenstadt umfasst mehrere Häuser. Im Hauptgebäude beginnt um 9:30 eine Führung durch die Stadt. Wir schließen uns der englischsprachigen Führung an, da uns die deutschsprachige Führung  zu voll ist. Unser Führer ist offensichtlich schwul. Bevor wir die ehemalige Sporthalle, die nebenbei als Versammlungsraum sowie Kirche diente, verlassen, singt er noch ein Lied und begleitet sich selbst am Klavier. Anschließend geht es weiter zur Kegelbahn. Es wird uns auch gezeigt, wie die Menschen früher Eis hergestellt haben. So wurde Amoniak in Salzwasser expandiert. Das Süßwasser gefrohr dann, da das Salzwasser einen Gefrierpunkt von unter 0°C besitzt. Das gekühlte Salzwasser wurde dann aber zur Kühlung der Schlachterei benutzt, die sich direkt neben dem Gebäude für die Eiserzeugung befand. Zur Blühte der Stadt lebten dort 450 weiße und 800 schwarze Arbeiter. Jeder Dorfbewohner bekam täglich 5 Brötchen und einen halben Eisblock kostenlos geliefert.

Nachdem die Führung nach knapp einer Stunde vorüber war, erkundeten wir die restlichen Gebäude. Man stellt fest, dass die Wüste immer mehr die Gebäude in Beschlag nimmt. Einige sind schon sehr hoch mit Sand gefüllt. Oben auf dem Berg befindet sich ein Wasserspeicher und daneben ein ehemaliges Salzwasserschwimmbad, welches in erster Regel zum Waschen der Diamanten diente. Von dort hat man auch eine super Aussicht in die Umgebung.
Gegen halb 12 setzen wir unsere Fahrt fort. Wir fahren die ganze Strecke, die wir am Vortag nach Lüderitz gefahren sind, zurück. Kurz hinter Aus zweigt die C13 Richtung Helmeringhausen ab. Nach 3 Tagen auf Asphaltstraßen verlassen wir nun, bis zum Ende des Urlaubs, diese und haben nun Schotterstraßen vor uns. Bis dorthin sind wir ca. 1200 km unterwegs gewesen. Bevor wir die asphaltierte Straße verlassen, reduzieren wir den Reifendruck von 2,5 bar auf 1,9 bar. Dies wurde uns von der Autovermietung empfohlen, um die Reifen zu schonen.
Die Straße ist sehr rau und hoppelig und wir sind froh, dass unser Auto das gut weg steckt und man so doch sehr komfortabel unterwegs ist. Nach ca. 100 km erreichen wir Helmeringhausen. Der Ort, der auch wieder groß in der Karte eingezeichnet ist, umfasst eine Tankstelle, einen kleinen Supermarkt und ein Hotel. Sonst nichts, auch keine

Aussicht in die Weite von Helmeringhausen

Aussicht in die Weite von Helmeringhausen

weiteren Häuser. Der Vorgarten des Hotels ist sehr schön angelegt und drinnen werden wir gleich auf deutsch begrüßt. Wir verbringen den Nachmittag am Pool. Um kurz nach 6 brechen wir zu einem kleinen Sundowner-Spaziergang auf. Der Weg bis zum Gipfel des nächsten Hügels ist kurz und so erreicht man nach 5-10 min eine kleine Aussichtsplatte mit Stühlen. Von dort hat man einen herrlichen Ausblick in alle Himmelsrichtungen über das flache Land. Wir warten bis die Sonne untergegangen ist und beginnen dann mit dem Abstieg. Es ist wieder angenehm warm. So sitzen wir am Abendessen und genießen zuerst eine Art Kürbissuppe und anschließend ein Springbocksteack mit verschiedenen Gemüsen. Nach dem Abendessen pack ich noch einmal meine Fotosachen und wir machen uns noch einmal auf den Weg zu dem Aussichtspunkt. Leider kann ich dort die Andromeda-Galaxie nicht finden. Dennoch kann man von dort sehr gut die Milchstraße, die Magelanschen Wolken, die Venus und den sichelförmigen Neumond bestaunen. Der Aussichtspunkt eignet sich hervorragend, um einige Astroaufnahmen zu machen.

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Namibia Tag 4

Route: Aus - Lüderitz

Route: Aus – Lüderitz

Heute steuern wir den westlichsten Punkt unserer Reise an – Lüderitz. Von Aus geht es hierfür 120 km Richtung Westen. Die unendlich geraden Straßen sind immer noch beeindruckend. Auch hier ändert sich die Vegetation merklich.

Der tief blaue Himmel zeugt von einer ganz klaren Luft.

Der tief blaue Himmel zeugt von einer ganz klaren Luft.

Anfangs erinnert die Landschaft noch an die Steppe des Mittleren Westens der USA, doch der Bewuchs wird zunehmend schwächer. Die letzten 50 km bis Lüderitz sind dann nur noch schroffe Wüste.Bis zum Horizont erstreckt sich das steinige Land. Nur einmal begegnen wir einem verirrten Strauß. Man kann sehr gut verstehen, warum die Briten, als sie Mitte des 19. Jahrhunderts in Namibia landeten, kein großes Interesse an dem Land hatten. Man kommt an der Küste an und überall ist nur trockene Wüste.
Die letzten 20 km vor Lüderitz sind für uns sehr beschwerlich, denn inzwischen ist der Wind zu einem regelrechten Sturm angewachsen und so kommt man bei dem aufgewirbelten Sand teilweise nur sehr langsam voran.
Wer denkt, Lüderitz sei ein belebtes Fischerstädtchen an der Küste, wird hier enttäuscht. Viel mehr ist Lüderitz eine kleine Ansammlung von Häusern um den Hafen herum, die nicht mehr einem großen Dorf entsprechen. Laut Reiseführer zählt die Stadt rund 18000 Einwohner.

Das Lüderitz Nest Hotel

Das Lüderitz Nest Hotel

Wir wohnen im Lüderitz Nest Hotel, einem Hotel, das etwas außerhalb von Lüderitz direkt am Meer liegt. Da es erst 10 Uhr ist, machen wir uns keine große Hoffnungen, dass wir schon ein checken können. Jedoch ist unser Zimmer schon frei und wir können unsere Sachen ausladen. Unser Zimmer liegt im Erdgeschoss, direkt am Meer.
Kurz darauf begannen wir die Stadt zu erkunden. Schnell mussten wir feststellen, dass ein Sonntag nicht der beste Tag dafür ist. Alles, mit Ausnahme des Supermarktes und einer Tankstelle, hat geschlossen, sogar das einzige Restaurant. Somit war die Erkundung schnell zu Ende und wir beschlossen zum Diaz Point raus zu fahren. Hierfür fährt man ca. 30 km auf die Halbinsel durch das Sperrgebiet.

Aussicht vom Diaz Point

Aussicht vom Diaz Point

Die Straße führt durch eine Landschaft, die eher an die Landschaft eines anderen Planeten erinnert. Dazu hatte der Wind noch weiter zugelegt. Als wir am Diaz Point, der durch einen Leuchtturm markiert wird, ankamen, ist der Sturm schon unangenehm stark. Der kleine Weg zum Aussichtspunkt führt über eine kleine Brücke, die bei dem Wind schwer zu passieren war. Anschließend mussten wir die Steintreppe erklimmen. Oben angekommen, konnten wir uns kaum noch auf den Beinen halten, so stark war der Wind. Wir suchten uns einen Platz, der etwas windgeschützt lag. Nach ca. 20 Minuten begannen wir mit dem beschwerlichen Abstieg und dem Rückweg zum Auto.
Nachdem wir zurück am Hotel waren, sind wir noch etwas an den Pool, der im Innenhof liegt und deshalb windgeschützt ist. Abends sind wir dann noch etwas essen gegangen, nachdem wir noch ein weiteres Restaurant auftreiben konnten.

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Namibia Tag 3

Auch heute geht wieder früh los. Erneut stehen wir um halb 7 auf, um dann zu frühstücken. Gegen 8 Uhr verlassen wir die Kalahari Anib Lodge. Zuerst geht es Richtung Westen, wieder zurück auf die B1. Anschließend geht es weiter Richtung Süden. Wir passieren Mariental, dessen Hauptattraktion ein Spar-Supermarkt ist und fahren weiter Richtung Keetmanshop.

Route: Kalahari - Aus

Route: Kalahari – Aus

Dort wechseln wir auf die B4 Richtung Westen, die in Lüderitz endet. Die Vegetation auf dieser Strecke wechselt ständig und wird zunehmend schwächer. So sind am Anfang noch Büsche zu sehen, aber die verschwinden immer mehr. Als wir uns dann dem Ort Aus nähern, wird das Gelände ganz eben. Nur einzelne Berge ragen ganz bizarr aus der Landschaft. Kurz hinter Aus erreichen wird dann, nach ca. 350 km, unser Ziel: Das Desert Horse Inn.  Das Hotel ist in mehrer Bereiche unterteilt. So gibt es einen Campingplatz, die Bungalows und noch das Eagle’s Nest. Alle Bereiche sind mehrere Kilometer voneinander entfernt.image
Nach der Ankunft fahren wir noch etwas weiter Richtung Westen, um zu einem Aussichtspunkt zu fahren, an dem man gut die Wildpferde beobachten kann, die es in dieser Gegend gibt. Dort treffen wir auch gleich ein paar Pferde an. Außerdem haben sich auch einige Oryx-Antilopen eingefunden. Der Aussichtspunkt ist zwar ganz nett, aber wenn man plant, nach Lüderitz zu fahren, kann man dort auch kurz halt machen und muss nicht extra hin fahren.
Auf dem Rückweg fahren wir noch kurz in Aus vorbei. Dort ist der Name Programm: außer einer Tankstelle, einem Hotel mit Restaurant, einer Kirche und einer Polizeistation gibt es dort nichts. Wir tanken an der Tankstelle, da einer unserer Tanks auf dem Weg nach Aus leer gegangen ist. Bisher sind wir 900 km gefahren und haben 82 Liter Diesel verbraucht. Somit kann man das Fahrzeug mit ca. 9 l/100km fahren, ich denke aber, dass der Verbrauch auf Schotter steigt. Hier unten ist Tanken auch noch angenehm. Der Liter Diesel kostet 12,75 NAD, also 0,94€. Wir beschließen am Abend in dem Restaurant in Aus essen zu gehen.

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Nachdem wir zurück im Hotel waren, entspannten wir eine Weile und brachen dann gegen viertel vor 6 zu einer kleinen Wanderung auf. Die Wanderung führt durch das Gelände der Farm. Teilweise ist die Beschilderung des Wanderwegs etwas schlecht und so verlaufen wir uns zwischendurch kurz. Trotzdem kommen wir rechtzeitig zum Aussichtspunkt um dort den herrlichen Sonnenuntergang zu genießen. Kurz nachdem die Sonne verschwunden ist, brechen wir zum Rückweg auf. Hier wird es sehr schnell dunkel und so erreichen wir bei fast kompletter Dunkelheit wieder unseren Bungalow. Nachdem wir uns kurz umgezogen haben, es wird nachts schon sehr kühl, brechen wir nach Aus auf, um Abend zu essen. Das Restaurant ist eine gute Alternative zum Hotel-Menü. So können wir dort à la carte bestellen und zahlen dann am Ende ca. Die Hälfte von dem, was wir im Hotel gezahlt hätten. Besonders erwähnenswert ist das 750g Ribeye Steak, das man dort bestellen kann.

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