West-Kanada 2019 – Tag 3 – Vancouver II

Die Nacht war durch Elenor erneut sehr unruhig. Malou hat hingegen schon sehr gut geschlafen. Beide wachen gegen 7 Uhr auf. Es ist noch bewölkt, hat aber schon 19°C. Wir brechen zum Pacific Spirit Regional Park auf und laufen dort einen Trail. Der Park ist wie ein UrwaldIMG_0988, sehr verwunschen und mit Moos überwuchert. Er wird von vielen Hundebesitzern genutzt, um gassi zu gehen. Nach einer 3/4h sind wir zurück am Auto und fahren nun zur Mall. Jan benötigt noch Wanderschuhe und ich habe meine Regenjacke zu Hause vergessen, wollte mir aber sowieso mal eine Leichte zum Wandern zulegen. Im Outlet werden wir fündig, auch wenn die Suche nach Wanderschuhen schwerer ist, als gedacht. Zum Mittagessen sind wir zurück im Apartment.
In der Mittagspause fahre ich noch einmal zum Walmart, da ich immer noch auf eine Grillpfanne aIMG_0997us Gusseisen warte, die ich bestellt habe und eigentlich schon am 14.8. geliefert hätte werden sollen. Leider ist diese immer noch nicht da. Der Customer Service ist aber sehr freundlich und schaut, ob sie die Pfanne doch noch irgendwo vorrätig haben, was leider nicht der Fall ist. So wird die Bestellung storniert.
Nach dem Mittagschlaf machen wir uns auf zur Lynn Canyon Suspension Bridge. Diese ist im Vergleich zu der anderen Hängebrücke in Vancouver kostenlos. Wir benötigen cIMG_1004a. 30 Minuten bis zum Park. Inzwischen hat es schön aufgeklart und es hat 25°C. Die Parkplätze sind gut besucht, obwohl es Montag ist. Wir finden einen und machen uns auf den Weg zur Brücke. Diese ist auch rege frequentiert und es kommen uns viele Asiaten entgegen. Wir haben aber Glück und es bildet sich danach eine Lücke und wir können in Ruhe fotografieren. Wir entscheiden uns, den kleinen Trail zur Lower Bridge zu gehen. Dieser führt entlang des Canyons flussabwärts. Es wird immer wieder sehr anschaulich gezeigt, wie gefährlich das Baden im Canyon isIMG_1060t, anhand der Todesopfer. Die Lower Bridge kreuzt den Canyon erneut und führt an Wasserfällen vorbei. Wir sind nach ca. 1,5h zurück am Auto. Nun ist es uns zu spät, um noch zum Stanley Park zu fahren und wir machen uns auf den Weg zurück. Auf dem Weg halten wir noch an einem Subway und holen uns etwas zum Abendessen.

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West-Kanada 2019 – Tag 2 – Vancouver I

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Waterfront in der Nähe des Stanley Parks

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Wasserflugzeug im Landeanflug

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Die Skyline von Downtown Vancouver

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Die Markthalle auf Granville Island

Die Nacht war sehr unruhig. Malou ist endgültig um halb 6 wach. Elenor war nachts mal 1h wach, schläft dann aber noch bis halb 7. Wir beschließen, nach dem Frühstück erst einmal zu Canadream zu fahren, um einen Termin für die Übergabe aus zu machen. Diesen kann man frühestens 2 Tage vorher vereinbaren. Wir brechen um kurz vor 8 auf und sind 15 Minuten später an der Station in Delta. Nach einem kurzen Gespräch bekommen wir einen Übergabetermin für 11:30. Normal ist der reguläre Pick-up erst ab 13 Uhr. Da an diesem Tag aber 33 Kunden ein Fahrzeug abholen wollen, kommt es ihnen entgegen, wenn wir so früh kommen können. Wir sind flexibel mit dem Mietwagen und nicht auf das Shuttle angewiesen sind. Anschließend machen wir uns auf nach Downtown Vancouver. Nach ca. 25 min sind wir dort angekommen. Wir gehen am Hafen entlang spazieren bis zum Stanley Park. Diesen haben wir aber für morgen auf dem Programm. Wir sehen mehrere Wasserflugzeuge starten und landen. Wir kehren um und fahren anschließend zum Mittagessen nach Granville Island. Da Sonntag ist, ist es dort sehr voll. Wir finden trotzdem einen Parkplatz. Wir essen eine Pizza und genießen das angenehme Wetter. Es ist leicht bewölkt und hat 22°C. Auf dem Heimweg halten wir noch kurz bei einer Apotheke und holen Melatonin, um das Schlafen zu verbessern.
Der Plan sah eigentlich danach aus, dass nun beide Kinder zu ihrer gewohnten Zeit Mittagschlaf machen sollten. Allerdings hält es Malou nicht für nötig und erzählt lieber 2h im Bett vor sich hin anstatt zu schlafen. Da kommt bei uns natürlich Vorfreude auf den Abend auf, denn ohne Mittagschlaf und einem Aufwachen von 1,5h vor der gewohnten Zeit ist ein Quengeln vorprogrammiert.
Eigentlich hatten wir vor, heute Mittag in ein Outlet zu gehen. Inzwischen ist aber keine Wolke mehr am Himmel und wir warten weiterhin auf einen Anruf für die Lieferung des Kindersitzes, weshalb wir uns dazu entscheiden, in der Nähe am Fraser River entlang zu laufen und anschließend in Romer’s Burger Bar, anscheinend eines der Top 5 Burger Restaurants von Vancouver, essen zu gehen. Die Stimmung der Kinder ist wesentlich besser als erwartet. Bisher wurden wir noch nicht von der Airline kontaktiert. Wir genießen unsere Burger bei ca. 25°C. Die Toppings sind schon ausgefallen und sehr lecker. Als wir um kurz vor 19 Uhr zurück sind, bekomme ich endlich den Anruf, dass sie vor der Tür stehen und ich den Sitz abholen kann. Somit ist nun alles für diesen Tag erledigt.

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West-Kanada 2019 – Tag 1 – Anreise

Heute geht es dann, nach fast einem Jahr intensiver Planung endlich los. Wobei, wenn man es genau nimmt schon gestern. Unsere Vorbereitungen begannen bereits im September 2018, als klar war, wann ich genau Elternzeit nehmen konnte. Im Oktober haben wir dann die Flüge und das Wohnmobil gebucht. Im Januar folgte dann die Reservierung einiger Campingplätze und dann Schritt für Schritt noch die weiteren Dinge wie Unterkünfte für den Anfang und Ende, Mietwagen oder Fähre.
Nun geht es für uns los. Noch einmal kurz zur Erinnerung wer wir bei dieser Reise sind: Die 3 Erwachsenen, Vera (30), Jan (26) und ich, Felix (30), sowie unsere beiden Kinder Malou (wird 3) und Elenor (wird 1).
In der Vorbereitung sind viel Recherchearbeiten eingeflossen: Wie weit kann man Fahren mit Kindern? Was bietet sich an? Was sollte man besser streichen? Was muss man beachten im Hinblick auf fliegen, fahren oder wohnen im RV?
So trafen wir auch dieses Mal auf ein Problem, das wir letztes Mal schon hatten: Der Kindersitz. Da Elenor 2 Monate älter sein sollte als Malou 2017 bei unserer Tour im Osten, konnte sie den selben Sitz nutzen. Aber was sollten wir dann mit Malou machen. Bei Lufthansa haben nur Kinder bis 2 Jahre neben dem 23kg Gepäckstück Anspruch auf kostenlose Mitnahme eines Kindersitzes. Man kann aber einen Kindersitz als Handgepäck mitnehmen und diesen für Kinder über 2 Jahre nutzen, wenn dieser Aircraft certified ist. Leider gibt es nur einen Hersteller, der Kindersitze mit Zulassung für größere Kinder herstellt bzw. hergestellt hat, denn Kiddy ist Anfang 2019 insolvent gegangen. So konnten wir gerade noch einen Guardianfix 3 ergattern.
Nun aber zur eigentlichen Reise. Unsere Reise begann wie oben schon angemerkt eigentlich bereits am 16.8.2019. Da unser Flug am 17.8. von Frankfurt aus bereits um 7:40 startet, haben wir beschlossen bereits eine Nacht davor in der Nähe von Frankfurt zu übernachten, damit es am nächsten Tag nicht noch länger wird als ohnehin schon. Wir konnten dann auch unser Gepäck schon am Vorabend aufgeben. So haben wir 4 Koffer schon abgegeben und nur einen, in dem die Kleidung für den folgenden Tag drin war und den Kindersitz noch behalten. Um 5:15 klingelt dann der Wecker. Kurz duschen und die Kleinen richten und ab zum Flughafen. Wir haben einen Valet car parking Service gebucht, somit wurde unser Auto am Terminal in Empfang genommen und an einen Parkplatz gefahren. Am Terminal angekommen, also kurz die beiden Kindersitze ausgebaut, den Koffer geschnappt und das Handgepäck genommen und los ging es. Um diese Uhrzeit war glücklicherweise noch nicht viel los. Also haben wir kurz den Koffer und den Sitz aufgegeben. Unser Hinflug geht über Zürich nach Vancouver und der Rückflug direkt nach Frankfurt. Nach der Abgabe des Gepäcks sind wir zur Sicherheitskontrolle. Hier war zwar eine kurze Schlange, aber aus irgendeinem Grund ging es nicht wirklich voran. So benötigten wir ca. 30min bis wir kontrolliert waren und am Gate eintrafen. Dort gönnten wir uns noch kurz einen Kaffee bevor es dann los ging Richtung Zürich. Mit ca. 20min Verspätung hoben wir zu diesem kurzen Flug, vorbei am Bodensee in die Schweiz, ab. Elenor nutzte die Zeit für ein 30 min Nickerchen.

Anflug auf Zürich

Anflug auf Zürich

In Zürich mussten wir gefühlt 10km laufen bis wir bei unserem Gate waren. Wir hatten eigentlich 1:35h Aufenthalt dort, aber aufgrund der Verspätung begann gerade das Boarding als wir das Gate erreichten. Da wir mit kleinen Kindern reisen, durften wir mit der Bussiness class einchecken. Der Flug wurde von Air Canada durchgeführt. Diese setzen auf dieser Verbindung eine Boeing 787 Dreamliner ein. Man merkt, dass dieses Flugzeug aus der neuen Generation ist, denn es ist sehr leise. Allerdings hat es keine Jalousien mehr an den Fenstern, sondern auf Knopfdruck tönbare Scheiben. Dies ist zwar modern, hat aber den Nachteil, dass diese nicht ganz dunkel werden und ein bläuliches Licht erzeugen. Außerdem kann dies von der Besatzung für alle Fenster einheitlich gesteuert werden. Dadurch herrschte über einen längeren Zeitraum ein Dämmerlicht, das wir als unangenehm empfanden.
Der Flug ging pünktlich um 10:05 los und war sehr ruhig. Unsere beiden kleinen waren schön brav und man hat sie den ganzen Flug eigentlich nicht gehört. Allerdings war es von unserer Seite aus mit Anstrengung verbunden, die ganze Zeit für Bespaßung zu sorgen. Elenor hat 2x ca. 1,5h geschlafen und Malou nur 1h. Normal macht sie 1,5-2h Mittagschlaf.
Um 11:10 setzten wir in Vancouver auf. Es ist bewölkt und feucht, aber warm. Die Einreise klappt problemlos und wir bekommen auch schnell unsere 5 Koffer. Leider warten wir vergebens am Sperrgepäck auf den Kindersitz. Nach 30 min mache ich mich auf zum Schalter von Air Canada. Nach kurzem Anstehen erfahre ich schnell, dass der Sitz noch in Zürich steht und erst am nächsten Tag kommt. Mir werden 2 Formulare vorgelegt. Noch bevor ich das erste ausgefüllt habe, hat der Mitarbeiter schon einen nagelneuen Kindersitz geholt, den wir als Ersatz bekommen und behalten dürfen. Unser Sitz soll dennoch morgen an unsere Adresse geliefert werden.
Wir machen uns also auf zur Mietwagen-Station. Wir haben über Alamo einen 7-Sitzer wegen dem Gepäck gebucht. Wir können sagen, zum Glück sind wir bei Alamo und nicht bei Avis. Bei uns stehen 2 Leute an, bei Avis ca. 20. Wir bekommen schnell das reservierte Fahrzeug, ein Dodge Grand Caravan mit 5000km auf dem Tacho und machen uns auf den Weg nach Richmond, wo unser Airbnb-Apartment ist. Malou ist etwas verwirrt, warum Jan im Kofferraum sitzt. Der Van hat eine 2-2-3 Bestuhlung und somit muss einer „im Kofferraum“ sitzen. Inzwischen ist es 13 Uhr. Nach der Übernahme des Apartments werden die beiden kleinen ins Bett gebracht für den Mittagschlaf und Jan und ich machen uns auf den Weg zum nahegelegenen Walmart. Ich habe im Vorfeld ein Reisebett dort bestellt und dort hin liefern lassen. Die Abholung klappt problemlos und wir kaufen noch einige Sachen zum Frühstücken ein. In dem Gebäude, in dem sich unser Apartment befindet, gibt es auch einen Save-on-food.
Wir müssen beide Kinder aus ihrem Mittagschlaf wecken. Die Stimmung ist danach bescheiden. Da diese aber bisher prima mitgemacht haben und eigentlich gar nicht gequengelt haben, kommen wir damit klar. Wir beschließen, im nahe gelegenen Asia Takeaway etwas zu holen und zu Hause zu essen. Wir schaffen es, dass die Kinder noch bis 19 Uhr durchhalten. Für uns endet der lange erste Tag dann gegen 20 Uhr.

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Fazit Namibia Urlaub

In diesem Beitrag ziehen wir nun unser Fazit, beschreiben was uns am besten gefallen hat, ob man die Route optimieren kann, welche Hotels zu empfehlen oder nicht zu empfehlen sind und wie es mit dem Mietwagen geklappt hat.

Beginnen wir mit der Route:
Ursprünglich waren laut Google-Maps knapp über 3000 km geplant, am Ende waren es aber 5250km. Wie kam das zu Stande: Bei der Route waren lediglich die direkten Wege gerechnet, also auch keine Strecken zu den Tagesausfahrten und vor allem keine Strecke für die 6 Tage im Etosha Nationalpark. Dort sind wir aber täglich fast 250 km gefahren.
Die Route lässt nur an wenigen Stellen Verbesserungen zu: So kann man direkt von der Kalahari nach Lüderitz fahren, da dies lediglich eine Stunde mehr in Anspruch nimmt. Außerdem kann man sich den Stopp in Helmeringhausen sparen. Diesen haben wir nur eingelegt, da wir die Übernachtungen davor und danach schon gebucht hatten. Wenn man nicht so viel Zeit hat, kann man sich auch den Stopp im Damaraland sparen. Die meisten Touren sind lediglich nur 2 Tage im Etoaha, wer allerdings größere Chancen haben möchte, große Tiere zu sehen, kommt um 4 Tage nicht herum. Auch 6 Tage, so wie wir es hatten, hält man gut aus.

Zu den Unterkünften:
Ich werde hier nicht zu jeder Unterkunft ins Detail gehen, sondern nur unsere besten und schlechtesten Erfahrungen schreiben.
Allgemein haben wir sehr gute Erfahrungen mit so gut wie jeder Unterkunft gemacht. Jede hatte ihren eigenen Charme. Lediglich im Halali haben wir schlechte Erfahrungen gemacht. Dort wirkte die Anlage wie ein 3 Sterne Club Hotel auf Mallorca. Die Angestellten waren sehr unfreundlich und die Zimmer hatten auch schon ihre besten Tage hinter sich. Für diesen Zustand finden wir die 60€ p.P. nicht gerechtfertigt, obwohl es im Nationalpark ist.
Der Gewinner in der Kategorie „bestes Preis-/Leistungsverhältnis“ ist mit Abstand die Modjila Lodge. Zwar liegt diese 25 Minuten vom Etosha Nationalpark entfernt, jedoch bietet sie Ruhe und ein sehr persönliches und fürsorgliches Ambiente. Hier kostete uns die Nacht pro Person 35€. Damit konnte keine Unterkunft mithalten.
Die Kategorie „bestes Hotelpaket“ war für uns schwer zu entscheiden. Zum einen hat die Kalahari Anib Lodge durch eine hervorragend gepflegte Anlage sowie ein vorzügliches Essen geglänzt (Übernachtung: 63€).
Auch die Hammerstein Lodge konnte dort mithalten. Zwar gab es dort „nur“ Buffet, dafür gut und zu einem fairen Preis (Übernachtung: 46€ p.P.). Einziger Nachteil hierzu waren die 100 km bis nach Sossusvlei.
Ein weiteres Hotel, das uns sehr gut in Erinnerung geblieben ist, war die Beach Lodge in Swakopmund. Dort hatten wir Glück und erhielten ein 4 Personen Appartement. Von unserem Appartement konnte man direkt auf den Rasen, der am Strand liegt. Leider hatten wir Pech mit dem Wetter. Darüber hinaus ist man in den Städten nicht auf das Essen im Hotel angewiesen und so kann man dort sehr gut und günstig essen gehen. Dort zahlten wir 55€ p.P.
Als Abschluss, das für uns auch am besten war, ist das Taleni Etosha Village zu nennen. Die Zelte dort sind ein einzigartiges Erlebnis und das frisch zubereitete Buffet ist, abgesehen von den Restaurants in den Städten, mit Abstand das beste gewesen. Auch die 1,5 km bis zum Parkeingang sind sehr gut und man merkt den Unterschied zum Modjila. Dort zahlten wir ebenfalls 55€ p.P.

Nun zum Mietwagen:
Wie ich in meinem ersten Beitrag geschrieben habe, hatten wir etwas Bedenken wegen dem Mietwagen. In diversen Foren wurde sich ab und zu über den Zustand der Fahrzeuge beklagt und dass man beim Abgeben aufpassen muss. Das Auto hatte zwar schon knapp 150.000 km auf dem Buckel und bei den namibischen Straßenverhältnissen ist dies durchaus viel, jedoch hatten wir so gut wie keine Probleme. Die Dämpfer der Vorderachse quietschten hin und wieder etwas und die Schlösser der Kofferraumabdeckung verstaubten bei den langen Schotterfahrten. Jedoch war dies kein großes Problem, wir mussten nur die Schlösser hin und wieder mit Wasser ausspülen. Auch können wir sagen, dass die Carglas Werbe-Warnung mit dem Steinschlag und dem Schlagloch absolute Panikmache ist. Wir hatten von Anfang an 5 kleine Steinschläge in der Scheibe und sind durch gefühlte 1000 Schlaglöcher gerumpelt und die Scheibe hat es unbeschadet überstanden.
Die Übergabe am Anfang verlief auch problemlos, vor Ort kann man bei genauem Hinsehen schon alle Macken und Kratzer notieren lassen. Das Reifenprofil entsprach zwar nicht den Reifen der Fahrzeuge von Asco Car Hire, aber mit 12 mm war doch noch mehr als genug drauf. Es war jedenfalls ausreichend für eine Fahrt im tiefen Sand nach Sossusvlei.
Was uns sehr überrascht hat, war der Verbrauch des Fahrzeuges. Wir sind von einem Verbrauch von 12-14l/100km ausgegangen. Wenn man aber den Reifendruck anpasst und nur dann mit Allradantrieb unterwegs ist, wenn man diesen auch benötigt, dann schafft man es ohne Probleme auf unter 10 l/100km. Wir haben für die gesamten 5250 km einen Durchschnittsverbrauch von 9 l/100km gehabt.
Die Abgabe war bei uns auch problemlos. Ich hatte im Vorfeld gelesen, dass dort gern sehr penibel das Auto unter die Lupe genommen wird. Man sollte nur darauf achten, dass der Tank wirklich bis zum Rand voll ist (am besten auf der anderen Straßenseite voll tanken). Wenn man auf Schotter immer den nötigen Abstand zu andern Fahrzeugen einhält und beim Überholen früh genug ausschert (250-500m vor dem Überholen), geht man möglichen Steinschlägen aus dem Weg. Auch einen Vogel und eine Fledermaus hat unsere Scheibe ohne Macke überstanden. Bei der Abgabe wurde bei uns der Tank geprüft, das Lenkradspiel, die Windschutzscheibe und einmal um den Wagen gegangen. Es war auf keinen Fall penibel. Von daher können wir eine Empfehlung für Value Care Hire aussprechen, wenn man nicht auf einen richtigen Geländewagen verzichten will, aber kein Vermögen ausgeben möchte.

Wie schon in meinem Eröffnungsbeitrag versprochen, werde ich nun auch noch kurz darauf eingehen, was ich an Fotoequipment benötigt habe.
Für den Hauptteil der Reise hatte ich nur die 5D Mark 2 in Benutzung. Meistens mit dem 24-70mm 1:2,8. Für einige Landschaftsaufnahmen hatte ich dann auch das Sigma 20mm 1:1,8 verwendet, da es eben noch weitwinkliger ist. Aber manchmal wäre auch ein Objektiv, das bis 16 mm geht, toll gewesen. Das 20mm war auch für die unzähligen Aufnahmen des atemberaubenden Himmels im Einsatz. Bei solchen Aufnahmen (wenn man keine Nachführung mitbringt) ist eine gute Lichtstärke, gepaart mit einer niedrigen Brennweite durch nichts zu ersetzen. Für die Aufnahmen der Pelikane, Robben und Delfine bei der Bootstour in Swakopmund, hatte ich das 80-400mm an der 5D drauf.
Im Nationalpark kommt man aber nicht um schnelle Objektive mit hoher Brennweite und guter Lichtstärke aus. Jedenfalls nicht, wenn man scharfe Bilder machen möchte, die keine Suchbilder sind. Man muss nicht unbedingt mit einer 300er oder 400er Festbrennweite anreisen, sollte aber auch nicht erwarten, dass ein 70-300 1:4,5-5,6 (egal ob Canon, Sigma oder Tamron) ausreichend ist. Auch ein 70-200 reicht meiner Meinung nach vom Brennweitebereich nicht. Es wäre ja sehr schade, wenn man super Szenen vor der Linse hat und diese nachher unscharf oder sehr klein abgebildet sind. Ich hatte im Etosha immer das Sigma 300 1:2,8 auf der 7D und auf der 5D das Sigma 80-400mm. Allerdings habe ich 95% der Aufnahmen dort mit der 7D gemacht.
Auch die anderen Objektive hab ich ab und zu benutzt, allerdings werde ich vermutlich das EF 85 1:1,2 nächstes mal nicht mehr mitnehmen, da es doch schwer ist und ich es zu selten verwendet habe.
Auch sollte man an genug Speicherkarten denken. In Namibia sollte man von einem Notebook absehen, außer es ist mit einer SSD-Festplatte ausgestattet. Wenn man ca. 3500 km auf teils sehr holprigen Schotterstraßen unterwegs ist, ist dies nicht die beste Tour für normale Festplatten. Ich hatte je zwei 4 Gb, 8 Gb, 16 Gb und 32 Gb Karten, also insgesamt 120 Gb an Speicher dabei. Davon sind die 32er und 16er Karten voll. Insgesamt hab ich ca. 3000 Bilder im Raw-Format und einige kleine Videoclips gemacht.

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Namibia Tag 21

Das Rollfeld des Windhoek International Airports

Das Rollfeld des Windhoek International Airports

Heute geht es leider zurück ins kalte Deutschland. Wir haben am Abend zuvor mit der Rezeption abgesprochen, dass wir das Zimmer erst um 12 räumen müssen. So können wir noch in Ruhe fertig packen. Eigentlich wollten wir noch 2h am Pool verbringen, aber gerade als wir hin wollen, kommt wieder eine Schulklasse an und so setzten wir uns vor unseren Bungalow in die Sonne.
Um Punkt 12 verlassen wir die Okapuka Ranch und fahren Richtung Windhuk. Bevor wir den Mietwagen zurück geben können, müssen wir ihn noch ganz voll tanken. Um die Autovermietung herum befinden sich 3 Tankstellen, also ist dies nicht weiter kompliziert. Wir lassen unseren Wagen ganz voll tanken und fahren anschließend zur Vermietung auf der anderen Straßenseite. Wir geben das Auto mit 151650km zurück, somit sind wir in den 3 Wochen 5250 km gefahren. Als erstes wird gecheckt, ob der Tank auch bis oben hin voll ist. Anschließend wird die Windschutzscheibe kontrolliert und einmal um den Wagen gegangen. Es gibt aber nichts zu beanstanden und so wird die geblockte Kaution wieder aufgehoben. Wir warten anschließend ca. 30 Minuten bis das Shuttle zum Flughafen fährt.
Der check-in des Gepäcks verläuft reibungslos und wir müssen nicht einmal anstehen. Das Boarding startet auch pünktlich und so sitzen wir um halb 4 im Flieger. Leider gibt es ein Problem mit ein paar fehlenden Passagieren und so verspätet sich unser Abflug um ca. 30 Minuten. Dies ist für uns aber kein Problem, da wir 3h Aufenthalt in Johannesburg hatten.
Auch der nächste Flug nach London war ruhig. Lediglich die 4 extra Runden über London, die wir gedreht haben waren etwas nervig. Obwohl wir nur knapp 1,5h Aufenthalt in London hatten, erreichten wir das Gate streßfrei. Zum ersten Mal wurde ich extra gefilzt, obwohl ich für alle 6 Flüge dieselbe Hose und Schuhe an hatte. Nach der Kontrolle ist mir auch aufgefallen, warum der Scan angesprungen ist: Ich hatte vergessen, meine Kopfhörer aus der Tasche zu nehmen.

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Namibia Tag 20

Heute geht es nun endgültig dorthin zurück, wo der Urlaub begann – zur Okapuka Ranch in Windhuk. Vor uns liegen etwa 250 km und wir beginnen den Tag etwas später. Gegen halb 9 verlassen wir das Hotel. Beim Verlassen der Wabi Lodge müssen wir mit

Route vom Waterberg Plateau zurück nach Windhuk

Route vom Waterberg Plateau zurück nach Windhuk

Erschrecken feststellen, dass uns etwas Geld geklaut wurde. Wir haben, nachdem wir in Swakopmund Geld geholt hatten, dieses in mehrere Bündel gesplittet. Da die Wabi Lodge bar bezahlt werden musste, was wir wussten, haben wir extra ein Bündel mit 3000NAD gemacht. Als wir zahlen wollen, fällt uns aber auf, dass das Bündel nur noch 2400 NAD enthält. Auch haben wir uns einmal wegen einem Bündel aus Veras Koffer gewundert, als wir 500NAD weniger hatten, dachten aber, dass wir die raus genommen haben und es irgendwie vergessen haben. Nachdem dieser Diebstahl aufgefallen ist, haben wir überlegt, wo das Geld entwendet worden sein konnte. Das einzige Mal, dass unser Gepäck unbeaufsichtigt war und die Wertsachen nicht im Safe eingeschlossen waren, war als unser Gepäck beim Check-In in die Damara Mopane Lodge zum Zimmer gebracht wurde. Hier war das Gepäck ca. 10 Minuten unbeaufsichtigt. Dies ist zwar nur eine Vermutung, aber eine andere Möglichkeit scheint nicht in Frage zu kommen.
Wir setzten unsere Fahrt Richtung C22 fort. Noch bevor wir diese erreichen, klatscht ein Vogel gegen unsere Windschutzscheibe, hinterlässt aber keine Spuren. Wir haben schon länger damit gerechnet, weil diese immer kurz vor den Autos entlang fliegen. Anschließend geht es Richtung B1 Richtung Okahandja. Dort Tanken wir, da sich dieses Mal sogar unser 1. Tank dem Ende neigt. Wir erstehen dort auch ein paar Souvenirs. Gegen halb 1 erreichen wir die Okapuka Ranch. Dieses mal sind wir in einem anderen Bungalow untergebracht. Unser Zimmer ist viel größer als das letzte Mal. Auch das Bad ist so, dass man sich dort zu zweit aufhalten kann, ohne sich auf die Füße zu treten.

Das Hauptgebäude der Okapuka Ranch

Das Hauptgebäude der Okapuka Ranch

Im Moment hält sich noch eine Schulklasse am Pool auf und somit warten wir, bis diese wieder zurück in die Schule muss. Anschließend beziehen wir die Liegen am Pool und verbringen somit die letzten warmen Stunden dort.
Am Abend gehen wir wieder in Joe’s Beerhouse, da wir das letzte Mal dort so gute Erfahrungen gemacht haben. Heute gibt es für jeden von uns ein 300g Oryx-Steak. Für mich medium-rare, für Vera nur medium. Beide sind aber von einer unglaublichen Qualität. Für so ein Steak zahlt man dort gerade mal 10€. Auf dem Rückweg hatten wir noch eine Kollision mit einer Fledermaus, die es vermutlich nicht geschafft hat, nachdem sie mit einem unangenehmen lauten Krachen auf der Windschutzscheibe aufgeschlagen ist.

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Namibia Tag 19

So langsam aber sicher neigt sich unser Urlaub dem Ende zu. Im Gegensatz zum Vortag haben sich die letzten Wolken verzogen und es ist wieder ein herrlicher Sommertag. Wir beschließen von der Wabi Lodge ca. 30km Richtung C22 zu fahren. Dort gibt es einen Zugang zum Waterberg National Park. Leider darf man im Hauptpark, auf dem Plateau, nicht selbst fahren, da dort die Wege aus tiefem Sand bestehen. Leider gibt es nur geführte Mehrtagestouren über das Plateau. Somit bleibt uns nur die Möglichkeit, auf die Wanderwege am Fuße des Waterbergs auszuweichen.

Aussicht am Fuße des Waterberges

Aussicht am Fuße des Waterberges

Bevor man mit den Wanderungen beginnen kann, muss man wieder eine Genehmigung holen. Diese kostet wieder 80 NAD p.P. und 10 NAD pro Fahrzeug. Wenn wir dachten, wir hätten bisher die unfreundlichsten Mitarbeiter im Halali Camp kennen gelernt, wurden wir hier eines besseren belehrt. Auch dieser Park wird vom NWR (Namibian Wilderness Resorts) verwaltet. Dies ist die gleiche staatliche Organisation, die für das Halali, Natutori und Okaukuejo Camp verantwortlich ist. Die Mitarbeiterin legt jedenfalls eine Arbeitsgeschwindigkeit an den Tag, dagegen ist ein Wettrennen zwischen 2 Schnecken eine richtig schnelle Angelegenheit. Wir erhalten dennoch unsere Genehmigung und machen uns auf den Weg.
Der Weg ist anspruchsvoll und führt über viel Geröll nach oben. Wieder ist die Beschilderung mehr als dürftig und so muss man manchmal gut nach den nächsten Wegweisern suchen. Als wir am höchsten Punkt ankommen, bietet sich uns eine herrliche Aussicht über das flache Land. Anschließend wird der Weg aber wieder kompliziert, da es 2 Möglichkeiten ohne Markierung gibt. Die eine führt durch ein leichtes Gestrüpp, die andere geht steil den Berg hinunter. Wir entscheiden uns für den Weg, der steil den Berg hinab geht. Nach 5 Minuten kommen wir wieder auf einen Pfad. Dieser ist aber vorerst auch nicht markiert und wir suchen nach einer Markierung. Diese finden wir schließlich und stellen fest, dass wir in die falsche Richtung gelaufen sind. Auf dem Rückweg begegnen wir noch 2 verwirrten Holländern, die das selbe Problem wie wir haben. Wir kommen nach ca. 45 Minuten zurück zum Auto. Eigentlich sollte der Aufstieg zum

Milchstraße am Waterberg Plateau

Milchstraße am Waterberg Plateau

Aussichtspunkt 40 Minuten und der Abstieg ebenfalls 40 Minuten dauern. Da wir nun so schnell zurück waren, beschlossen wir noch einen zweiten Weg zu laufen. Dieser war wesentlich einfacher und so sind wir nach ca. 30 Minuten zurück. Kurz bevor wir das Auto erreichen, begegnen wir noch einer Herde Paviane. Diese lassen uns aber in Ruhe. Es wird dort vor teilweise aggressiven Pavianen gewarnt. Als wir gerade am Ausparken sind, kommt noch eine Herde Erdmännchen (oder sowas in der Art) aus dem Gebüsch gelaufen.
Wir fahren zurück zur Lodge und verbringen den Nachmittag am Pool. Um 20 Uhr gibt es dann Abendessen. Als Vorspeise wird Tomate mit Mozzarella serviert und als Hauptgang Roast-beef mit einer Pilzsoße, dazu Kartoffeln und einen für Namibia typischen süßen Kürbis. Als Nachtisch gibt es noch Pudding.

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Namibia Tag 18

Heute geht es wieder langsam Richtung Windhoek zurück. Wir fahren aber nicht direkt dort hin sondern machen noch am Waterberg Plateau, an der Wabi Lodge Halt. Das Waterberg Plateau erinnert an den Tafelberg in Kapstadt. Wir fahren zunächst auf der C38 Richtung Outjo. Dort lasse ich die Reifen an einer Tankstelle wieder auf 2,2 bar aufpumpen, da wir nun hauptsächlich auf Asphalt zurück fahren. Im nahe gelegenen Supermarkt, der, obwohl es Sonntag ist, offen hat, kaufen wir noch Wasser und Äpfel. Anschließend geht es weiter Richtung Südosten. In Otogawengo, das für eine Markierung auf der Karte einer Großstadt gleicht, biegen wir auf die B1 ab. Hier geht nach ca. 40 km auf die C22 ab. Nach weiteren 50km geht es auf die D2512. Das Problem bei der Wabi

Route vom Etosha Nationalpark an den Waterberg

Route vom Etosha Nationalpark an den Waterberg

Lodge für uns ist, dass das Haupttor von 11:30 bis 14 Uhr geschlossen ist, damit die anwesenden Besucher ihre Ruhe haben. Es ist genau 11 Uhr und bis zur Lodge sind es 54 km. Wir hätten nicht gedacht, dass es vom Abzweig bis zur Lodge noch so weit ist. Außerdem ist die D2512 eine Sand-Schotterstraße, auf der die Geschwindigkeitbegrenzung bei 100km/h liegt. Wieder einmal bewährt es sich, dass wir einen Geländewagen haben. 100km/h auf diesen Sandstraßen ist nicht gerade langsam und mit einem normalen PKW auch unmöglich zu fahren, bzw. zu halten, aber wir wollen das Gate noch rechtzeitig erreichen. Somit werden es 30 spannende Minuten, in denen ich auch sehr konzentriert fahren muss, da die Straße trotzdem mehr als genug Fahrrillen und Bodenwellen hat. Bei der erste Flußdurchfahrt sind wir mit 80km/h sehr schnell oder fast zu schnell und so kann es gut möglich sein, dass wir beim Verlassen der Flußdurchfahrt den Kontakt zum Boden verloren haben. Bei den nächsten Durchfahrten passe ich deshalb etwas besser auf. Bei der Geschwindigkeit hört das Auto auch auf zu vibrieren, denn man fliegt förmlich über die kleinen Bodenwellen, die einem Wellblech gleichen. Wir erreichen das Tor um genau halb 12. Hier hat sich somit der Werbespruch von Toyota – Nichts ist unmöglich – als Wahrheit heraus gestellt.
Die Wabi Lodge ist eine kleine Lodge mit 8 Bungalows. Diese verfügen über ein Schlafzimmer, ein großes Bad mit Badewanne und ein kleines Wohnzimmer. Auf der Anlage wimmelt es nur so von Pfauen. Von unserem Zimmer aus können wir das Wasserloch sehen. Auch der Pool ist groß genug. Die Lodge wirkt wie ausgestorben und keine anderen Gäste sind zu sehen.
Hier gibt es erst ab 20 Uhr Abendessen und so können wir noch lange am Pool liegen. Leider ist es bewölkt, aber trotzdem warm. Dadurch ist natürlich auch das Sonnenbrandrisiko niedriger. Zum Abendessen gibt es zuerst eine Tomaten-Mozzarella Suppe und anschließend Kudu, gemacht wie Roast-Beef. Als Nachtisch wird noch eine Art Joghurt-Quark serviert.

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Namibia Tag 17

Wir stehen etwas später als sonst an diesem Morgen auf. Um halb 7 sitzen wir am Frühstück. Hier gibt es ein sehr großes Frühstücksbuffet und auf Wunsch werden auch Rühr- oder Spiegeleier sowie Omlets zubereitet. Wir verlassen die Lodge um kurz nach 7. Die anderthalb Kilometer bis zum Park sind schon angenehmer als die 25 Minuten von der Modjila Lodge.
Da wir am vergangenen Nachmittag wieder Glück am Olifantsbad-Wasserloch hatten, versuchen wir heute morgen wieder unser Glück. Nach dem gestrigen Erlebnis mit den Löwen sind wir sehr verwöhnt und so wollen wir nicht mehr viel Zeit mit Löwen verbringen. Kurz hinter Okaukuejo sehen wir 2 Hyänen direkt neben der Straße.
Als wir am Wasserloch Gemsboklave vorbei kommen, sehen wir einige Autos dort stehen. Wir sehen aus der Ferne, dass dort einige Löwen am Wasserloch liegen. Eine Löwin entfernt sich gerade und trottet in Richtung unserer Straße. Wir beschließen an der richtigen Stelle auf sie zu warten. Als sie noch ca. 10m von unserem Auto entfernt ist, geht sie auf einmal in Lauerstellung. Vielleicht passiert ja doch noch was spannendes mit Löwen. Wir warten und beobachten sie. Leider können wir keine Beute in der Nähe entdecken. Aber unter einem Busch ca. 50 m entfernt sitzt eine weiter Löwin. Vielleicht ist dies eine Rivalin. Die Situation scheint sich zu entspannen. Kurz bevor wir weiter fahren wollen, werfe ich noch mal einen Blick zurück zum Wasserloch und entdecke, dass sich dort auch kleine Löwen aufhalten. Wir wenden unseren Wagen und fahren zurück zum Wasserloch. Es sind noch 2 ausgewachsene Weibchen und ca. 10 Junge am Wasserloch. Kurz nachdem wir am Wasserloch ankommen, zieht das Rudel weiter in Richtung der anderen Löwin. Wir fahren also wieder zurück auf die Straße und stellen uns in der Nähe des Gebüschs auf. Dies ist inzwischen gar nicht mehr so leicht, denn inzwischen haben sich ca. 20 Fahrzeuge eingefunden und alle versuchen einen möglichst guten Platz sich zu sichern. Die Löwen besetzen das Gebüsch, aber die kleinen spielen auch davor und sind so keine 5 m von unserem Fahrzeug weg. Neben uns steht ein Land Rover Defender, der anscheinend mit 3 Fotografen besetzt ist. Die eine hat ein 70-200 1:2,8, der andere ein 300 oder 400 mm Tele. Auf einmal zückt der Fahrer noch ein 600er oder 800er. Jedenfalls ist die Öffnung gewaltig und wir müssen lachen, weil es so komisch aussieht. Nach 20 Minuten ziehen die Löwen sich zum Wasserloch zurück und durchqueren die parkenden Autos. Der Stau löst sich auf und wir setzen unsere Fahrt zum Olifantsbad fort.

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Leider haben wir dieses mal kein großes Glück. Lediglich ein Löwe hält sich im Schatten des Solarpanels für die Pumpe des Wasserlochs auf. Wir fahren daraufhin direkt zum Aus-Wasserloch. Dort treffen wir auf ein paar Kudus, Zebras und Impalas. Auch ein Warzenschwein hält sich in der Nähe auf. Wir kehren um, um zur Mittagszeit zurück in der Lodge zu sein. Als wir das Gebüsch erkennen, in dem vorher die jungen Löwen sich aufgehalten haben, sehen wir wieder 3 Fahrzeuge stehen. Im Schatten des Gebüschs liegen 2 männliche Löwen. Wir fahren ohne anzuhalten daran vorbei. Gegen 12 erreichen wir wieder die Lodge.
Nachdem wir eine Kleinigkeit gegessen haben, gehen wir wieder an den Pool. Heute ist es nicht ganz so warm wie gestern und auch der Himmel ist bedeckt. Nur ab und zu scheint die Sonne zwischen den Wolken durch.
Gegen halb 4 beginnt unsere letzte Safari. Wir verlassen das Camp und machen uns wieder Richtung Olifantsbad auf. Auf dem Weg dorthin fahren wir wieder am Gemsboklave Wasserloch vorbei. Dieses Mal halten sich aber nur ein paar Zebras, Impalas und Strauße dort auf. Der Fahrer eines Kleinbusses der am Wasserloch steht, sagt uns, dass etwas 300m von dort 2 Löwen liegen. Diese sind ganz in der Nähe des Gebüschs von heute Morgen. Wir fahren kurz vorbei und sehen 2 männliche Tiere im Schatten eines Baumes liegen, halten uns aber nicht lange auf. Wir setzten unsere Fahrt zum Olifantsbad Wasserloch fort. Dort sichten wir wieder 2 Löwen unter dem Solarpanel. Dieses ist aber ca. 50m von unserem Standpunkt weg. Für ein Foto mit dem 300mm zwar kein Problem, aber im Vergleich zu den anderen Bildern, die ich schon von Löwen geschossen habe, ist dies zu weit weg. Nach 5 Minuten taucht noch ein weiteres Löwenpärchen am Wasserloch auf und lässt sich in einem Respektabstand von den anderen beiden nieder. Wir beobachten die Szene noch etwas, da es aber so Aussieht als ob nichts mehr passiert, brechen wir zum Rückweg auf. In den 5 Tagen Safari haben wir somit an die 50 Löwen, ca. 100 Elefanten, 7 Nashörner, 5 Hyänen, 10 Schakale, gefühlte 2000 Impalas, 500 Giraffen, Zebras und Kudus gesehen. Somit können wir mehr als zufrieden sein. Leider haben sich die Leoparden und Geparden versteckt gehalten. Der Etosha Nationalpark zeigte uns somit, dass man sehr gut auch große Tiere sehen kann. Auch ist er im Vergleich zum Krüger Nationalpark in Südafrika offener und somit lassen sich Tiere einfacher finden. Leider sieht es dann nicht so schön auf den Bildern aus, wenn der Hintergrund grau und braun ist, aber da es vor einigen Tagen geregnet hatte, hatten wir das Glück einen frischen grünen Park zu erleben.
Am Abend gibt es wieder frisch gegrilltes Fleisch. Heute vom Oryx, Zebra, Lamm, Schwein, Hühnchen und Eland-Antilope. Wenn man mal den Preis für die Unterkunft außer acht lässt, war dies die beste Unterkunft in der wir untergekommen sind. Alles war sehr gepflegt und die Zelte mit dem Bad hatten auch einen einzigartigen Flair. Das Abendessen war herrlich. Für ca. 55€/Nacht p.P. war die Unterkunft auch bei den günstigeren dabei. Eine genaueren Vergleich und ein Fazit der Unterkünfte gibt es dann im letzten Beitrag des Urlaubs.

Weitere Bilder von diesem Tag.

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Namibia Tag 16

Heute verlassen wir zum Glück wieder das Halali Camp, allerdings gingen wir schon davon aus, dass es nicht so reibungslos funktionieren wird wie bei den anderen Hotels. Heute Morgen darf man aus irgendeinem Grund nicht draußen auf der Terasse frühstücken sondern nur drinnen. Wir sind wieder zeitig dran, dennoch bringt es uns nichts. Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen und machen uns auf den Weg zur Rezeption. Dort wird man wieder unhöflich behandelt. Eigentlich sollten sie sich ja freuen, wenn die Gäste gehen, dann gibt es weniger zu tun. Über Funk wird eine Angestellte ins Zimmer gerufen, die dieses kontrollieren soll, ob noch alles da ist. Dies ist auch zum ersten Mal der Fall. Nachdem das Zimmer geprüft ist, werden wir mit knappen Worten verabschiedet. Eine Rechnung bekommen wir nicht, allerdings wird meine Visa Nummer auf dem Zettel für die Kaution unleserlich gemacht. Bin da mal gespannt, ob es noch irgendein Nachspiel haben wird.

Breitmaulnashorn im Etosha Nationalpark

Breitmaulnashorn im Etosha Nationalpark

Bevor wir das Camp verlassen, wollen wir uns noch mit Wasser im angrenzenden Shop eindecken. Die erste Herausforderung ist einen Angestellten, der im Shop arbeitet, zu finden. Es ist mir unerklärlich, wie unmotiviert man schauen kann. Die Angestellte möchte mir mit ihrem Blick unmissverständlich mitteilen, wie ich es mir eigentlich erlauben kann, jetzt im Shop was kaufen zu wollen. Eine Zahlung mit Kreditkarte ereignet sich als schwer, weil das Geräte abstürtzt und die Angestellte keine Ahnung hat, wie man es bedient. Erst als irgendwann ein weiterer Angestellter erscheint, kann das Gerät neu gestartet werden. Mich verlässt so langsam die Geduld und ich zahle bar. Nach 20 Minuten im Laden können wir endlich aufbrechen.
Wir verlassen das Camp in Richtung Westen. Die kommende Nacht werden wir wieder außerhalb vom Park verbringen, allerdings nur 1,5 km vom Gate entfernt. Auf dem Weg nach Okaukuejo begegnen wir 2 Nashörnern, die friedlich neben der Straße grasen. Auch sehen wir wieder einige Elefanten, direkt neben der Straße, wie sie ein paar Bäume und Büsche auseinander nehmen. Wir machen noch einen Abstecher zum Olifantsbad-Wasserloch und sehen dort 4 Löwen, die im Schatten liegen.
Wir erreichen das Taleni Etosha Village gegen 12 Uhr. Es ist sonnig und hat mindestens 35°C im Schatten. Leider können wir noch nicht in unser Zimmer, aber uns wird die Anlage gezeigt. Im Gegensatz zur letzten Unterkunft liegen Welten dazwischen. Die Anlage ist sehr gepflegt und hat 2 große und einen kleinen Pool. Auch steht rund um die Uhr eine Kaffee- und Teebar kostenlos zur Verfügung. Wir beschließen, eine Kleinigkeit zu Mittag zu essen. Während wir bei unseren Broten sitzen, bekommen wir den Zimmerschlüssel. Auch hier sind es wieder Zelte. Dieses Mal sind sie aber anders aufgeteilt und so befindet sich das Bad vor dem Zelt. Alles ist der Landschaft entsprechend gestaltet. Die Zelte verfügen sogar über eine Klimaanlage. Auch ein Kühlschrank und ein Grill ist vorhanden. Somit besteht auch die Möglichkeit, sich selbst zu versorgen.
Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, gehen wir an den Pool. Auf den Steinen kann man kaum barfuß laufen, denn sie sind so heiß.
Gegen 16 Uhr brechen wir zu unserer Nachmittagssafari auf. Da wir am ersten Tag sehr gute Erfahrungen mit dem Olifantsbad-Wasserloch hatten, beschließen wir dort hin zu fahren. Vom Parkeingang sind es etwa 30 km bis dort hin und der schnellste Weg führt über Okaukuejo, denn der Weg ist bis dort hin asphaltiert. Wir sehen schon von weitem, dass dort mehrere Fahrzeuge stehen und so vermuten wir, dass wir wieder Glück haben sollten. Was wir aber antrafen, überstieg unsere Vorstellung.

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Auf dem eigentlichen Park- und Wendeplatz lagen zunächst 3 Löwen im Schatten. Diese lagen so, dass sie nur 4-5 Meter von den Fahrzeugen entfernt lagen und sich nicht stören ließen. Das war schon sehr interessant. Irgendwann kam ein weiterer Löwe hinzu und legte sich zu dem einen einzelnen. Nach einiger Zeit beschloss das Weibchen zu gehen und ist direkt zwischen den Autos und keine 3m an meinem offenen Autofenster vorbei gegangen. Irgendwann ist auch der eine männliche Löwe aufgestanden und vor unserem Auto und anschließend an der linken Seite entlang gegangen. Er war so nah, dass er innerhalb der 2,5 m der Naheinstellgrenze meines 300 mm Objektivs war und ich saß auf der rechten Seite. Innerhalb einer halben Stunde hatte ich über 300 Bilder geschossen und wir begannen mit der Rückfahrt. Somit hatten wir bisher ca. 30 Löwen und an die 100 Elefanten gesehen. Leider noch keinen Leoparden oder Geparden.
Um halb 6 waren wir zurück an der Lodge. Die Dusche fand ich sehr cool. Einfach außen stehen bei der trockenen, warmen Luft und duschen. Inzwischen zogen schon wieder große Gewitterwolken auf und gegen 7 öffnete der Himmel seine Schleusen und es goss wie aus Eimern. Auch hier gab es „nur“ Buffet, allerdings war es nicht mit allen anderen zu vergleichen. Es gab ein großes Salatbuffet und für den Hauptgang konnte man aus 6 unterschiedlichen Fleischsorten wählen und diese wurden direkt auf dem Holzkohlegrill zubereitet. So stand Fleisch vom Rind, Lamm, Huhn, Eland, Zebra und Kudu zur Verfügung. Alles schmeckte hervorragend und wir hatten, mit der Ausnahme von Swakopmund und Windhoek das bisher beste Abendessen unseres Urlaubs.

Weitere Bilder von diesem Tag.

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