West-Kanada 2019 – Tag 13 – Jasper National Park – Tag I

Heute geht es in den ersten National ParkIMG_1958 auf unserer Route – den Jasper National Park. Wir überlegen noch einen Trail zu laufen, entscheiden uns aber dagegen, da sonst unser Programm bis zum Mittagessen zu eng wird. Wir brechen also auf und fahren den Highway #16 Richtung Osten. Dieser führt durch die Rocky Mountains. Wir kommen an vielen Seen vorbei. Es ist wieder perfektes Wetter und die Sonne strahlt vom dunkelblauen Himmel. Unser erstes Ziel ist Jasper. Wir haben dort für die nächsten 3 Tage einen Mietwagen gebucht um flexibler zu sein. Wir holen diesen bei Budget ab und bekommen einen Dodge SUV mit 7-Plätzen. Anschließend geht Vera kurz zum Pizza Hut, 3 Pizzen holen. Wir sind etwas überrascht. Eine kleine Pizza kostet 10 CAD. Wir essen diese im Wohnmobil. Anschließend fahre ich zum Tanken während die anderen Lebensmittel einkaufen. Wir haben das Wohnmobil noch nicht bis zur Reserve leer gefahren, es gehen aber 177l Benzin rein. Wir kommen auf einen Verbrauch von 25,7l/100km. An der Tankstelle tanke ich auch gleich Propan. Unser Tank ist nur noch 1/4 voll und wir erwarten nun kalte Nächte. Ich pIMG_1966asse die anderen beim Einkaufen ab. Da es kaum Supermärkte in Jasper gibt, sind die Preise etwas höher als die wir gewohnt sind.

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Wir machen uns auf zum Campground. Wir haben auf dem Wabasso CG reserviert, der ca. 20km südlich von Jasper liegt. Dies ist nun auch unser erster Platz mit Strom. Wir nehmen auch gleich eine Firepermit um Lagerfeuer zu machen. Mit dieser Permit IMG_1991bekommt man das Feuerholz auch kostenlos. Da wir nun in Alberta sind, haben wir auch 1 Stunde Zeitverschiebung. Wir bringen die Kinder zum Mittagschlaf und machen unsere Kaffeepause. Anschließend laufen wir noch zum Fluss, dem Athabasca River und gehen dort etwas entlang. Es ist ein breiter, reißenden, hellblauer Strom. Auf dem Rückweg geht Jan wieder Schwimmen und meint, dass es bisher das kälteste Gewässer ist.
Zurück am Wohnmobil beginnen die Vorbereitungen für das Abendessen. Wie sich herausstellen sollte ist das Holz sehr feucht, wenn es dann aber mal ordentlich brennt kann man etwas damit anfangen. Es gibt heute wieder selbst gemachte Burger. Wir machen auch die Paddies selbst. Als die Kinder im Bett sind, machen wir ein schön großes Feuer um uns zu wärmen.

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West-Kanada 2019 – Tag 12 – In den Rockies – Mt. Robson PP

Heute steht die größte Etappe unserer Tour IMG_1837an. Wir fahren vom Wells Grey Provincial Park in den Mount Robson Provincial Park. Dies sind 300km. Nach dem Frühstück brechen wir auf und bringen die Schotterstraße hinter uns. Eigentlich war die Wettervorhersage sonnig für Clearwater, es ist am Clearwater Lake aber stark bewölkt. Als wir aus dem Wells Grey Provincial Park IMG_1864heraus fahren, sehen wir aber, dass der Wetterbericht recht hatte. Unten im Tal scheint die Sonne. Wir biegen Richtung Osten ab und folgen dem Highway #5 Richtung Jasper. Die Strecke ist sehr angenehm zu fahren, denn es gibt kaum Kurven. Sie führt entlang der Rocky Mountains nach Norden und ist bei diesem herrlichen Sonnenschein wunderschön anzusehen. In Valemont tanken wir noch für 30 CAD, denn in Alberta ist der Sprit günstiger. Uns würde aber vermutlich vorher IMG_1883der Tank leer gehen. Nach einem kurzen Sandwich bei Tim Horton fahren wir weiter die 30 km bis zum Mount Robson Provincial Park. Am Visitor Center erkundigen wir uns kurz nach dem Weg zum Campground und steuern diesen dann an. Wir haben auch diesen reserviert. Wir bringen die Kinder zum Mittagschlaf und setzten uns mit unserem Kaffee raus. Es ist angenehm warm und hat 22°C.

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IMG_1917Nach dem Mittagschlaf gehen wir noch an den Thomson River. Es führt ein kleiner Trail direkt vom Campingplatz an den Fluss. Dieser führt direkt aus dem Park heraus. Man hat einen wunderschönen Blick auf den Mount Robson und es sieht sehr danach aus, wie man sich Kanadas wilde Natur vorstellt. Wir laufen ein Stück flussaufwärts und machen einige Bilder. Auf dem Rückweg geht Jan noch kurz im Fluss schwimmen. Dieser ist zwar in dem Bereich mit langsamer Strömung nicht sehr tief, aber dafür schon sehr kalt.
Wir gehen zurück zum Platz. Vera geht mit Malou noch duschen, wir haben nämlich IMG_1936das erste Mal seit der Gordon Bay wieder Duschen. Ich bereite in der Zeit das Feuer für das Abendessen vor. Heute machen wir Ribeye Steaks mit Süßkartoffeln, Zucchini und Champignons. Wir lassen den Abend gemütlich am Lagerfeuer ausklingen. Wir haben aus dem Abend am Green Lake gelernt und uns wärmer angezogen, es ist aber doch nicht ganz so kalt wie gedacht. Kurz bevor wir ins Wohnmobil verschwinden, machen sich Jan und ich noch einmal zum Fluss auf, um den Himmel zu fotografieren. Leider war es den Abend über etwas wolkig, aber es klart gerade wieder auf. Es ist schon ein Abenteuer, denn wir befinden uns in Grizzly Gebiet und wir sind nur mit einer Taschenlampe bewaffnet. Nach 10 Minuten treten wir den Rückweg an.

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West-Kanada 2019 – Tag 11 – Die Rockies rücken näher – Wells Grey PP

Die Nacht war sehr kalt. Am Morgen hat es IMG_1809gerade einmal 5°C, es ist aber schon sonnig und so wird die Luft schnell wärmer. Wir fahren wieder nach dem Frühstück los, denn heute liegen erneut 200km vor uns. Unser Ziel ist der Wells Grey Provincial Park. Zunächst fahren wir zum Highway 24 und folgen diesem Richtung Osten. Anschließend geht es Richtung Norden auf dem Highway #5 bis Clearwater. Dort kommen wir um kurz nach 11 an und kaufen beim Buy Low ein, auch wenn es uns garnicht so günstig vorkommt. Wir holen bei Tim Horton gegenüber noch ein paar Sandwiches und fahren dann Richtung Norden in den Wells Grey Provincial Park. Die Straße ist am Anfang sehr steil, wird aber dann angenehmer. Wir biegen bei den Helmeck Falls ab und fahren zum Parkplatz. Es ist erstaunlich leer dort. Nach ein paar Bildern fahren wir weiter. IMG_1810Ab dort sind es noch ca. 23km Schotterstraße bis zum Clearwater Lake, wo wir einen Platz reserviert haben. Die Straße ist aber wesentlich besser zu fahren als die letzte Schotterstraße. Nur wenige Schlaglöcher erzeugen ab und zu Vibrationen und man kann meistens mit 60km/h fahren. Nach ca. 30 Minuten kommen wir am Campground an und bringen Malou ins Bett, Elenor ist schon eingeschlafen.

Nach dem Mittagschlaf und unserer Kaffeepause beschließen wir, noch den Lake Shore Trail zu laufen. Dieser führt nah am See entlang Strom aufwärts. Jedoch ist es etwas unangenehm zu laufen und wir drehen nach 20 Minuten um. Ich gehe im Anschluss noch etwas weiter stromabwärts, um die Wasserfälle zu sehen, aber diese sind, im Vergleich zu den anderen, enttäuschend, denn sie gehen nur 2-3mIMG_1831 runter. Jan geht noch im See am Rand schwimmen, denn in der Mitte ist die Strömung schon sehr stark.
Es ziehen Wolken über den Berg und ich beginne mit dem Feuer für das Abendessen. Genau als ich mit dem Grillen beginnen möchte, löst sich ein Regenguss, der fast das Feuer erlischt. Nach 15 Minuten ist es aber wieder trocken und ich fache das Feuer erneut an, um dann die Burger zu grillen. Es ist uns aber zu naß draußen und wir verbringen den ersten Abend innen und spielen noch etwas. IMG_1828

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West-Kanada 2019 – Tag 10 – Auf zum Green Lake

Da wir heute gut 230km vor uns haben und IMG_1723zuerst die Schotterstraße, haben wir am Abend vorher beschlossen, dass ich diese noch vor dem Frühstück hinter uns bringe, wenn noch alle im Bett liegen. Um kurz vor 7 setzen wir uns also in Bewegung. Da ich nun weiß, wie der Zustand der Straße ist, kann ich mit 30-40km/h fahren. So brauchen wir bis zur asphaltierten Straße ca. 15 min.

IMG_1726Nach dem Frühstück geht es dann weiter Richtung Lillooet. Die Landschaft ändert sich und man wird eher an die Winnetou Filme erinnert. Es ist nun wie in der Prärie. Kurz vor Lillooet tanken wir wieder voll und kommen auf einen Verbrauch von 29,4l/100km. Nach dem Tanken biegen wir Richtung Gold Rush Route ab. Wir halten an einem See, um Mittag zu essen. Leider gibt es viele Wespen und wir fahren schnell weiter. Es geht bis zum 70 Mile House. Dies ist ein sehr kleiner Ort und war früher ein Handelsposten. Dort biegen wir Richtung Green Lake ab. Bisher war die Strecke wieder in perfektem Zustand, garnicht wie wir es vom Osten kannten. Meistens konnte man zwischen 70 und 100km/h (das erlaubte) fahren. Der Weg zum Green Lake führt durch einen Birkenwald und an unzähligen kleinen Seen, Teichen und Tümpeln vorbei. Da will man sich garnicht vorstellen, wieviele Moskitos es im Frühjahr hier hat.

Wir erreichen die Emerald Bay gegen halb 3. IMG_1758Unser Platz ist direkt am See an der ruhigen Bucht gelegen. Es ist spürbar kälter, der See liegt aber auch auf knapp über 1000m ü.N. Nach unserer Kaffeeepause gehen wir zum Strand. Das Wasser wird immer kälter. Dennoch gehen Jan, Vera und sogar Malou ins Wasser. Es ist schön sonnig und es hat 18°C.

IMG_1801Vera geht noch mit Malou zum Spielplatz und ich bereite das Abendessen vor. Es gibt heute Silrion Steaks aus der Grillpfanne, dazu Süßkartoffeln, Zucchini und Pilze. Es ist windstill und der See ist ruhig wie ein Dorfteich, so dass sich die gesamte Umgebung in ihm spiegelt. Nachdem wir die Kinder ins Bett gebracht haben und draußen am Lagerfeuer sitzen, sehen wir, dass ein Heer aus großen Libellen über uns kreist und uns vor Insekten beschützt. Es fällt bisher auch positiv auf, dass es so gut wie keine Moskitos gibt. Es wird jetzt auch früher dunkel, da wir weiter im Osten und Norden sind. Außerdem merkt man die Höhe, denn es kühlt sehr schnell ab. Als wir am Lagerfeuer sitzen, hören wir in der Ferne Wölfe heulen. Die Nacht ist wieder sternenklar und ich kann wieder ein paar schöne Aufnahmen machen. Als wir gegen 22 Uhr ins Bett gehen, hat es nur noch 11°C.

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West-Kanada 2019 – Tag 9 – Wir verlassen Vancouver Island

Heute ist Malous 3. Geburtstag. Wir stehen IMG_1660etwas früher auf, damit wir entspannt Frühstücken können. Heute verlassen wir die Insel wieder. Wir fahren die ca. 50km zurück nach Nanaimo und zur Fähre in Departure Bay. Kurz vor dem Fährterminal tanken wir noch einmal voll, denn auf dem Festland ist der Sprit teurer. Wir kommen auf 180 gefahrene Kilometer seitdem letzten tanken. Auf dieser Strecke hatten wir einen Durchschnittsverbrauch von 20,7l/100km.
Wir stellen uns in die Schlange für die Fähre, denn wir sind wieder ca. 1,5h vor Abfahrt der IMG_1671von uns reservierten Fähre am Hafen. Es gibt ein Spielplatz und sehr schwaches WLAN.
Pünktlich um 11:05 legt die Fähre Richtung Horseshoe Bay (nördlich von Vancouver) bei strahlendem Sonnenschein ab. Es ist heute aber windig und so verlassen wir nach kurzer Zeit das Sonnendeck und gehen auf den Spielplatz.

Wir entscheiden uns dazu, auf dem Festland nach etwas zum Mittagessen zu suchen, was sich als schwierig herausstellt. Um kurz nach halb 1 legt die Fähre an und wir verlassen das Schiff mit Kurs Richtung Whistler. Wir IMG_1690nehmen den Sea to Sky Highway der hält was er verspricht: Eine wunderschöne Aussicht. Leider sind die Pull-outs zum Fotografieren alle auf der anderen Straßenseite. Leider gibt es auf der Strecke bisher nichts zu Essen. In Squamish werden wir dann doch fündig und halten an einem McDonald’s, fahren aber schnell weiter.
Auf unserer Strecke Richtung Nordosten kommen wir an Whistler vorbei, dem Austragungsort der alpinen Events der olympischen Spiele 2010. Wir fahren hier aber IMG_1695auch nur durch und nehmen Kurs auf Lillooet. Die Strecke führt durch waldiges Gebirge und ist sehr schön. Wir passieren den Narin Falls Provincial Park und entscheiden uns noch etwas weiter zu fahren bis zum Lillooet Lake, dort soll es auch Campgrounds geben, die Entscheidung wird im Nachgang etwas hinterfragt.

Der Zufahrtsweg zum Lillooet Lake ist auf Grund einer Baustelle gesperrt und es gibt eine Umleitung. Die Umleitung führt zunächst einen Berg mit 20% Gefälle hinunter und dann am See entlang auf einer sehr schlechten Schotterstraße. Für die 10km bis zum Campingplatz benötigen wir 35 Minuten.

Auf diesem Campingplatz direkt am See IMG_1696sind aber kaum Leute und es ist herrlich ruhig. Jan geht kurz schwimmen und ich bereite das Feuer zum Grillen vor. Heute gibt es Lachs mit Teriyaki-Soße und Kartoffeln. Als Nachtisch gibt es, extra für Malou zum Geburtstag, noch Schokobananen vom Grill. Leider hat es viele Wespen und wir essen deshalb drinnen.
Nachdem die Kinder im Bett sind, sammeln Jan und ich noch Treibholz am Strand und machen ein großes Lagerfeuer.
Der Himmel ist wieder sternenklar und ich nutze dies für ein paar Nachtaufnahmen.IMG_1718

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West-Kanada 2019 – Tag 8 – Noch mehr Bären und Wasserfälle

Jan schleicht sich schon bevor wir aufstehenIMG_1552 aus dem Wohnmobil um im Stamp River baden zu gehen. Nach kurzer Zeit klopft er an die Scheibe. Auf der anderen Seite des Flusses ist eine Bärin mit 3 kleinen unterwegs. Ich gehe sofort raus um diese zu fotografieren. Anschließend beginnen wir mit dem Frühstück. Für die nächste Nacht ist der Campground leider ausgebucht. Es ist Samstag und wir haben keine Reservierung für die Nacht, deshalb fahren wir zurück Richtung Nanaimo, denn morgen geht es mit der Fähre um 11 Uhr zurück aufs Festland. IMG_1557Um die Fahrt dorthin zu verkürzen, versuchen wir in der Nähe von Nanaimo auf einem Provincial Park zu übernachten. Wir gehen in Port Albernie noch kurz einkaufen und fahren dann weiter. Eigentlich wollen wir zum English River Provincial Park. Auf dem Weg dorthin passieren wir den Little Qualicum Falls Provincial Park. Wir versuchen unser Glück dort, denn wir wissen nicht ob auf dem English River Provincial Park noch etwas frei ist. Wir können den letzten freien Platz noch ergattern. Es ist kurz nach 11 Uhr und wir wollen eigentlich zum Eingang des Campground laufen um die Karte zu studieren wie man zu den Wasserfällen kommt. Wir biegen allerdings falsch ab und kommen direkt zum Fluss (ohne Wasserfälle). Das Wasser ist wieder kristallklar und es baden Kinder darin. Nach ein paar Bildern kehren wir um und gehen zurück zum Wohnmobil um das Mittagessen zu machen. IMG_1565Wir lassen die Kinder etwas früher schlafen. Draußen ist es etwas kühler als die Tage zuvor aber als die Sonne durch die Wolken kommt wird es gleich warm. Nach dem IMG_1586Mittagschlaf brechen wir auf zu den Wasserfällen. Nach kurzem Fußmarsch erreichen wir die Upper Falls. Der Fluss hat sich schon tief ins Gestein gegraben. Es geht weiter zu den Lower Falls. Dort passieren wir die Brücke und es geht auf der anderen Seite des Flusses zurück zum Wohnmobil. Die Kinder spielen draußen und man muss Elenor immer wieder ermahnen Steine, Stöcke oder Dreck zu essen. Wir bereiten das Lagerfeuer vor und machen selbstgemachte Burger. Den Abend lassen wir am Lagerfeuer ausklingen. IMG_1623

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West-Kanada 2019 – Tag 7 – Bären am Stamp River

Wie jede Nacht hat es auch heute wieder geregnet. IMG_1374Wir haben aber unsere Badesachen noch draußen gelassen. Diese sind nun nass. Wir haben heute unsere bisher längste Strecke vor uns. Bis zum Stamp River Provincial Park in der Nähe von Port Albernie sind es ca. 180km. Bevor wir richtig los fahren, gehen wir noch Dumpen und füllen das Frischwasser nach. Wir haben geplant, bis Nanaimo zu fahren und dort einkaufen zu gehen. Nach dem Mittag soll es dann weiter gehen. Die Straße ist in sehr gutem Zustand und breit. Wir kommen mit 80-90km/h voran. Zuerst fahren wir Richtung Osten. Nördlich von Duncan treffen wir auf IMG_1400den Trans Canadian Highway und folgen diesem Richtung Norden bis Nordnanaimo. Leider ist Elenor dieses Mal nicht eingeschlafen und entsprechend quengelig als wir am Einkaufszentrum ankommen. Wir kaufen bei Walmart ein und holen uns bei Tim Horton ein paar Sandwiches zum Mittagessen. Nach dem Mittagessen fahren wir noch tanken auf der anderen Seite. Hier kostet der Sprit 5-8 Cent weniger als in Port Albernie. Knapp 105 Liter bekommen wir in unseren Tank. Bei bisher 334 gefahrenen Kilometern kommen wir auf 31,2 l/100km Durchschnittsverbrauch.
Wir setzen unsere Fahrt fort und Malou schläft nach 5 Minuten ein. Elenor brauch etwas länger. Die Fahrt bis Port Albernie geht gut, anschließend zum Stamp River ist es etwas langsamer. Die letzten 2 Km sind Schotterstraße aber gut befahrbar. Wir kommen nach 1:20h Fahrzeit am Park an. Der Park ist sehr klein und hat weniger als 20 Plätze. Wir haben Platz 13 direkt am Fluß reserviert. Ich habe noch IMG_1442nicht recht den Motor abgestellt, da ruft Jan, der mir immer beim einparken hilft, von außen „da ist ein Bär“. Schnell raus und tatsächlich: Auf der anderrn Seite des Flusses in einiger Entfernung sehen wir ein Schwarzbärmännchen. Schnell wieder rein, Tele auf den Foto montieren und wieder raus zum fotografieren. Leider ist er doch sehr weit weg und verschwindet dann im Wald. Nach ca. 15 Minuten kommt er aber zurück und wir bekommen ihn besser vor die Linse. Wir trinken noch einen Kaffee und machen uns anschließend auf den Weg zur Fischtreppe. Der Weg führt am Fluss entlang IMG_1434bis zu einem Wasserfall. An der Fischtreppe sehen wir große Lachse. Etwas weiter an einem Aussichtspunkt sieht man, wieviele Fische sich im Wasser tummeln – es sind hunderte. Auf dem Rückweg sehen wir unterhalb des Wasserfalls noch 4 Otter im Wasser spielen.
Wir gehen die 500m zurück zum Campingplatz und fangen an mit den Vorbereitungen fürs Abendessen an. Bevor es mit dem Abendessen los geht, gehen Vera und Jan noch im Stamp River baden. Heute gibt es italienische Bratwürste und noch Hähnchenschlegel. Als Beilage gibt es Salzkartoffeln. Es ist wieder köstlich.
Als die Kinder im Bett sind, setzen wir uns ans Lagerfeuer mit Blick auf den Fluss. Auf einmal sehen wir in der Dämmerung am anderen Ufer eine Bärin mit ihrem Jungen. Es ist eigentlich schon viel zu dunkel zum Fotografieren, doch ich habe glücklicherweise mein Stativ und das große Teleobjektiv vorsorglich mit nach außen genommen. So ist es zwar immer noch zu dunkel, aber IMG_1537zum Filmen mit Stativ geht es sogar und so kann ich die beiden ein Stück den Fluss hinauf verfolgen.
Nach diesem Erlebnis setzen wir uns wieder in unsere Stühle und lassen den Abend ausklingen. Am Ende gehe ich noch einmal an das Flussufer, um noch ein paar Bilder des Sternenhimmels zu machen. Es ist stockdunkel und es ist schon ein etwas mulmiges Gefühl mit dem Wissen, dass es hier wohl mehr als genug Bären hat.

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West-Kanada 2019 – Tag 6 – Fairy Lake und Cowichan Lake

In der Nacht regnet es erneut. So langsam wird uns klar, IMG_1271warum dies ein Regenwald ist. Nach dem Frühstück brechen wir um kurz nach 9 Uhr auf. Am Anfang folgen wir der pacific ocean road Richtung Norden. Wir passieren den Fairy Lake kurz nachdem wir die Küste verlassen haben. Der See ist dafür bekannt, dass auf einem abgestorbenen Baum ein weiterer kleiner Baum wächst und dieser in der Mitte des Sees steht. Wir halten kurz für einen Fotostopp. Inzwischen ist wieder blauer Himmel. Wir setzen unsere Fahrt fort. Unser Ziel ist der Lake Cowichan und da der Gordon Bay Provincial Park. Hierfür haben wir ebenfalls keine Reservierung, es IMG_1293war ein spontaner Einfall. Kurz vor dem Park sehen wir noch einen Privatverkauf von Feuerholz und decken uns mit 5 Bündeln für 20 CAD ein. Wir sind gegen halb 12 am Parkeingang. Es gibt noch ein paar freie Plätze. Leider sind diese zwar noch nicht frei, wir können aber diesen schon buchen. Anschließend fahren wir zur Day use Area, um dort Mittag zu machen. Zuvor steht aber ein kleiner Ausflug zum See an.
Der See ist riesig, liegt aber sehr idyllisch eingebettet zwischen waldbewachsenen Bergen. Als wir am Strand stehen werden wir von einem Weißkopfseeadler überflogen. Leider war dieser zu schnell für meine Linse. Wir gehen zurück zum Wohnmobil und richten unser Mittagessen. Wir machen Toast und dazu Schinken und Würste.IMG_1321
Nach dem Mittagessen fahren wir auf unseren Stellplatz für die Nacht und bringen die Kinder zum Mittagschlaf ins Bett. Wir machen unsere obligatorische Kaffeerunde und entspannen in den Campingstühlen.
Nach dem Mittagschlaf geht es dann wieder an den See. Das Wasser ist frisch, aber sogar ich traue mich ins Wasser und schwimme eine Runde. Auch Malou hat ihre Freude am Wasser.
Gegen 5 Uhr gehen wir zurück. Ich muss wieder rechtzeitig zurück sein, damit das Lagerfeuer ordentlich ist. Heute gibt es Steaks aus der Gusseisernen Grillpfanne. Dazu Zucchini vom Grill und gekochte Süßkartoffeln. Der Umgang mit der Grillpfanne will gelernt sein. Ich lasse sie noch nicht lange genug aufheizen. Nächstes Mal weiß ich, dass ich sie 8-10 Min auf die Glut stellen muss, bis es losgehen kann.
Nach dem Essen bringen wir die Kinder ins Bett und genießen das Lagerfeuer. Als es Dunkel ist mache ich mich noch einmal Richtung See auf, um den Sternenhimmel zu fotografieren. Leider ist eine Wolke vor dem Polarstern und ich kann meinen Skytracker nicht einsetzen. Es wird sich aber sicher noch eine Möglichkeit ergeben.

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West-Kanada 2019 – Tag 5 – China Beach, Juan de Funca

In der Nacht hat es angefangen zu regnen. IMG_1141Dennoch haben wir sehr gut die erste Nacht geschlafen. Die Kinder wachen gegen 7 Uhr auf. Inzwischen nieselt es nur noch. Nachdem wir gefrühstückt haben und alles zusammen gepackt haben, machen wir uns auf den Weg. Zuerst steuern wir noch einen Walmart und Canadian Tire an, da wir gestern keine leicht verderblichen Lebensmittel gekauft haben (Routenausschnitt B). Wir erstehen außerdem noch Campingstühle für 10 CAD. Im Anschluss machen wir uns weiter auf Richtung Westen zur IMG_1161Pacific Coast Road, die direkt am Pazifik entlang Richtung Norden führt. Da wir eigentlich am Fairy Lake übernachten wollen, dieser aber aktuell wegen Renovierung geschlossen hat, halten wir schon nach ca. 60km und bekommen den letzten Platz am French Beach.
Inzwischen hat es aufgehört zu nieseln und die Sonne kommt langsam durch. Nach dem Mittagschlaf und unserer Kaffeepause machen wir uns auf den Weg zum Strand. Der Weg führt ca. 1km durch einen Wald von Douglasien und Thujabäumen. Am Ende kommen noch längere Treppen. Der Abstieg lohnt sich aber, denn man wird mit einem traumhaften Strand belohnt. Es sieht so aus, wie man sich einen Strand auf Vancouver Island vorstellt: Sandstrand, mit großen Steinen und etwas Treibholz IMG_1201und direkt dahinter der dichte Wald mit seinen hohen Bäumen. Jan geht im kühlen Pazifik schwimmen und auch Malou möchte mit den Füßen ins Wasser.
Gegen 17 Uhr machen wir uns auf den Rückweg. Ich beeile mich etwas, damit ich schon das Lagerfeuer zum Grillen vorbereiten kann. Es gibt Bratkartoffeln vom Grill und dazu Lachsfilet, das ebenfalls auf dem Grill gegart wurde. Wir können draußen essen und es gibt keine Moskitos, was uns sehr freut. Nachdem die Kinder im Bett sind und alles aufgeräumt ist, verbringen wir den restlichen Abend am Lagerfeuer. Es kühlt merklich ab, aber am Feuer halten wir es bis halb 10 aus.

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West-Kanada 2019 – Tag 4 – Wohnmobil-Übernahme & Vancouver Island

Die Nacht ist früh zu Ende, da die Kinder schon um halb 6 wach sind. Wir haben heute aber einen ereignisreichen Tag vor uns. Wir werden um 11:30 das Wohnmobil bei Canadream übernehmen, in der Zwischenzeit den Mietwagen abgeben, anschließend auf dem Weg zur Fähre noch einkaufen und dann nach Vancouver Island übersetzen. Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen und beladen unser Auto. Canadream VancouverDer Dodge ist trotz seiner Größe voll gepackt, da wir ja inzwischen zusätzlich zu unseren 5 Koffern noch einen extra Kindersitz, das Reisebett und einen Monatsvorat an Windeln haben. Da wir so früh dran sind, haben wir uns dazu entschieden, vor der Übernahme des Wohnmobils noch bei einem Walmart einkaufen zu gehen, was sich im Nachhinein als Gute Entscheidung herausstellen sollte. Wir gehen zum Walmart nach North Richmond, da hier noch eine der bestellten Grillpfannen vorrätig sein soll. Ich finde diese auch direkt. Außerdem noch zum Campen ein Fishbasket und ein Toasteraufsatz für den Gasherd. IMG_1075
Nach dem Einkauf fahren wir zu Canadream. Hier ist es schon ordentlich voll. Wir kommen gegen 11:15 an der Station an. Nachdem der Papierkram erledigt ist, räumen Jan und ich das Auto aus. Um kurz nach 12 verlasse ich mit Malou die Station. Für die anderen beiden gibt es nun ein Video mit der Erklärung und Bedienung des Wohnmobils (ich hatte dieses schon vorab online angesehen). Wir fahren gleich an der ersten Kreuzung in einen Stau und verlieren 10 Minuten. Auf dem Weg zum Flughafen tanke ich noch den Mietwagen voll. Es gehen 35L rein. Wir sind in der Zeit 260km gefahren. Also hat sich der Dodge mit 13,5l/100km begnügt. Wir kommen am Flughafen an und geben kurz das Fahrzeug ab. Malou ist im Auto eingeschlafen. Jetzt muss es schnell gehen. Es ist inzwischen 5 vor 1 und ich muss noch 2 Stationen mit dem Skytrain fahren, um zum IMG_1092Shuttle zu kommen. Also schnell Malou auf die Schultern und den Kindersitz unter den Arm und zum Skytrain spurten. Wir erreichen noch den 1 Uhr Zug und sind um 5 nach 1 an der Station und steigen ins Shuttle.

Um halb 2 sind wir wieder an der Station von Canadream. Die anderen beiden laden gerade die Sachen ins Wohnmobil. Die Übergabe hat bis kurz vor halb 2 gedauert. Wir beschließen, die Koffer erst am Campground auszupacken und nun alles andere zu verstauen, da Elenorn inzwischen sehr quengelig ist, da sie müde ist. Wir verlassen die IMG_1096Station um kurz nach 2 und nehmen Kurs Richtung Fähre. Elenor schläft direkt ein.
Die Fahrt zur Fähre dauert ca. eine halbe Stunde und so kommen wir deutlich früher an als geplant.Die Fähre vor unserer ist noch nicht abgefahren. Dennoch müssen wir uns an die Reservierung halten, zahlen unsere Gebühr von 160Cad und stehen dann in der Reihe der Wartenden nun ganz vorne. Im Wartebereich gibt es mehrere Imbiss-Stände und so genehmigen wir uns zwei Borritos. Wir hoffen, dass Malou noch etwas schläft, aber sie singt lieber die ganze Zeit vor sich hin, anstatt zu schlafen.
Pünktlich legt die Fähre Richtung Victoria ab. Inzwischen ist der Himmel leicht bedeckt. Zu Beginn verbringen wir etwas Zeit auf dem Sonnendeck. Gegen später suchen wir den Spielplatz, damit Malou noch etwas spielen kann. Als wir die ersten Inseln vor Vancouver Island passieren, gehen wir wieder auf das Oberdeck. IMG_1110Leider zeigen sich keine Wale.
Da wir ganz vorne stehen, sind wir auch als erstes wieder von der Fähre runter. Wir fahren zunächst Richtung Süden bis Victoria und anschließend Richtung Westen zum Goldstream Provincial Park. Leider kommen wir auf dem Weg in einen Stau bei einer Baustelle, was uns 15 Minuten kostet.
Wir haben den Platz auf dem Goldstream Provincial Park reserviert und können unseren Platz einnehmen. Der Campingplatz liegt mitten im Wald, der von Moosen und Flechten überwuchert ist. Noch vor dem Essen sehen wir eine graue Eule direkt neben unserem Platz sitzen. Wir machen zum Abendessen Spaghetti mit Tomatensoße und verbringen anschließend den Abend am Lagerfeuer.

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